dlz-Dauertest Vicon Extra 332-Mähwerke: Schnecke hält Futter sauber

Dieser Artikel ist zuerst im dlz agrarmagazin erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Mähwerke Extra von Vicon © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
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Eine liegende Schnecke am Frontmähwerk schafft das Futter zwischen und nicht unter die Traktor­räder. Wir haben zwei Mähwerke Vicon Extra 332 in Front und Heck für Eingrasen, Silage und Heu getestet.

Die Schnecke kann unerschiedlich breite Schwaden formen

Schwadschnecke unter dem Frontmähwerk © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Die Schwadschnecke fördert das gemähte Gras zur Mitte

Das Frontmähwerk Vicon Ex­tra 332 XF schwadet das Futter unterschiedlich schmal zusammen, damit es nicht unter die Räder des Traktors kommt und verschmutzt. Statt Schwadtrommeln oder Scheiben wie bei Frontmähwerken anderer Hersteller fördert eine liegende Schnecke, ähnlich wie am Schneidwerk eines Mähdreschers, gemähte Halme zur Maschinenmitte.

Der Name ist Programm: Neben der Schwadschnecke beim Frontmähwerk verstecken die Extra-Modelle Mähscheiben mit drei Klingen unter dem Schutztuch. Das gibt es nur bei Vicon. Dabei blicken die Ingenieure auf eine lange Tradition zurück, wenn es darum geht, bestehende Baugruppen neu zu überdenken: so wie 1966, als Vicon das erste Scheibenmähwerk vorstellte, oder 1976, als das Unternehmen die Mähscheiben mit drei Messern einführte. Diesem Alleinstellungsmerkmal der Grünlandexperten sind sie konsequent bis heute treu geblieben.

Hier werden neben der Extra-Baureihe (Scheibenmäher) und der Expert-Baureihe (Trommelmäher) auch alle Wender und Schwader gefertigt. Übrigens: Deutz-Fahr vertreibt die Vicon-Maschinen baugleich in grün als DiscMaster und von Kubota gibt es die Mähwerke in orange.
 

Vorne mähen und gleichzeitig hinten aufladen ist kein Problem

Eingras mit dem Frontmähwerk © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Für das Eingrasen ist das Frontmähwerk mit der Schwadtrommel bestens geeignet.

Zurück zu den Mähern: Wie stark die 45 cm dicke und 2,50 m breite Schnecke das Futter von 3,20 m Arbeitsbreite auf einen Schwad zentriert, hängt von der Position der Abdeckbleche ab. Eine Saison lang mähten wir mit der Front-Heck-Kombination unter unterschiedlichsten Bedingungen: später erster Schnitt, überständiges Heugras, leichte Bestände im zweiter Schnitt und massiges Ackerfutter mit einem hohen Luzerneanteil. Was uns während der ganzen Zeit nicht gelungen ist: die Schnecke oder das Mähwerk irgendwie zuzufahren!

Unschlagbar ist das Frontmähwerk für das Eingrasen, also das Mähen und nachfolgende Aufnehmen mit dem Ladewagen in einem Arbeitsgang. Mit der schmalsten Ablageposition nahm auch die kleine Pick-up am Ladewagen den 1 m breiten Schwad sauber auf.

Der Antrieb besteht aus Riemenscheiben, Keilriemen und einem Winkelgetriebe

Riemenantrieb am Frontmähwerk © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
Keilriemen bringen den Antrieb auf die linke Geräteseite.

Der Antrieb des Frontmähers ist klassisch: Riemenscheiben, Keilriemen, Winkelgetriebe. Letzteres leitet den Antrieb durch die äußere Schwadtrommel nach unten in den Mähholm. Der ist ebenso klassisch aufgebaut: Auf 3 m drehen sich im Ölbad die Stirnräder in Reihe.

Wie bei allen Vicon-Scheibenmähwerken und bei keinem anderen Hersteller rotieren an den großen Mähscheiben drei geschränkte Messer. Größerer Überschnitt, längere Standzeiten und eine gleichmäßige Belastung des Antriebs sollen die Vorteile sein.

 

Den vollständigen Testbericht lesen Sie im dlz agrarmagazin Ausgabe April 2017.

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