Login
dlz-Aktuell

Niedersachsen verschärft Auflagen für Schweinehalter

© landpixel
von , am
29.09.2015

Der bestehende Erlass aus dem Jahr 2013 zum Einbau von Filteranlagen für Schweinehaltungsanlagen hat Niedersachsen mit dem Filtererlass II nun erweitert und verschärft.

© landpixel
Künftig müssen festgelegte Anteile von Ammoniak, Staub und Gerüchen abgeschieden werden. Legt man diese Mindestabscheidegrade zu Grunde, lassen sich in einer Anlage mit 2.000 Mastschweinen jährlich 5.096 kg an Ammoniak und 840 kg an Staub einsparen. Diese Mengen werden dann nicht in die Umwelt emittiert. In der Praxis erreichen die Abluftreinigungsanlagen laut niedersächsischem Umweltministerium weitaus höhere Abscheidegrade.
 
Außerdem hatte es sich gezeigt, dass die Funktionsfähigkeit der Abluftreinigungsanlagen nicht immer gegeben war. Daher werden nun die Regelungen zur Prüfung und Wartung der Anlagen verschärft. So ist ab sofort eine Drei-Jahres bzw. jährliche Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit der Abluftreinigungsanlagen durch eine akkreditierte Messstelle vorgeschrieben.
 

Abluftfilter nicht als alleinige Lösung sehen

Die ISN lehnt eine gesetzlich festgelegte Untergrenze der vorgegebene Prüfkriterien der Abscheidegrade von Ammoniak, Staub sowie die Geruchsminderung ab. Zertifizierungen von Anlagen, deren Reduktionswerte von den vorgegebenen Daten abweichen, werden nicht berücksichtigt und die betroffenen Herstellerfirmen werden aus dem Markt verdrängt.
 
Vielmehr müssen die Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen in den Betrieben ganzheitlich betrachtet werden. Grundsätzlich stellen Abluftfilterreinigungsanlagen das kostenintensivste Verfahren dar und dürfen nicht als alleinstehende Lösung missbraucht werden, sondern dienen lediglich in Einzelfällen zur Standortsicherung. 
Auch interessant