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NRW: EU genehmigt Förderprogramm

von , am
19.02.2015

Ab sofort können Fördergelder für das Entwicklungsprogramm der ländlichen Räume (EPLR) in Nordrhein-Westfalen abgerufen werden.

© Werkbild
1,2 Milliarden Euro für mehr Lebensqualität auf dem Land und für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sind für die Förderperiode 2014 bis 2020 vorgesehen. 618 Millionen Euro stellt die EU zur Verfügung, diese werden mit etwa 560 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln kofinanziert. 
 
"Unser Ziel ist, die ländlichen Räume nachhaltig zu entwickeln. Dazu gehört eine Landwirtschaft, die zum Erhalt und zur Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume beiträgt ebenso wie starke Dorfgemeinschaften und ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement." sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel.
 
Nordrhein-Westfalen gehört neben fünf weiteren Bundesländern (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern) zu den ersten, deren Entwicklungsprogramme genehmigt wurden.
 
Einen besonderen Fokus legt das Programm auf die Förderung umwelt- und klimabezogener Maßnahmen. So sollen die Leistungen der Land- und Forstwirtschaft honoriert werden, die dem Natur- und Artenschutz in der Landwirtschaft, einer vitalen Umwelt sowie der Klimaanpassung der NRW-Wälder dienen.
 
"Die Mittel für die ländliche Entwicklung werden gegenüber der alten Förderperiode  deutlich erhöht. Damit werden wir in den ländlichen Regionen und Dörfern in innovative Initiativen für mehr Lebensqualität investieren", erklärte Remmel. Dazu zählen die Dorfentwicklung und insbesondere die Breitbandversorgung für schnelles Internet. Hier stellt das Ministerium aus dem NRW-Programm rund 70 Millionen Euro bereit.
 
Ein großer Schritt nach vorn wird beim LEADER-Konzept getan. Im Rahmen von LEADER können alle interessierten Akteure im ländlichen Raum effektiv zusammenarbeiten, um beispielsweise den demografischen Wandel zu bewältigen. LEADER eröffnet durch eine breite bürgerschaftliche Mitwirkung Chancen für vielfältige Innovationen auf dem Land: Generationenprojekte, neue Formen des öffentlichen Nahverkehrs, touristische Initiativen und regionalwirtschaftliche Impulse für Fachkräftegewinnung oder Regionalvermarktung. Insgesamt wird dieser Baustein des NRW-Programms deutlich ausgebaut. Der Einsatz der EU-Mittel wird hier mehr als verdreifacht, so dass etwas mehr als 70 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
 
Das von der Europäischen Kommission genehmigte NRW-Programm Ländlicher Raum 2014 bis 2020 ist  unter www.umwelt.nrw.de zu finden.
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