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Nur Exportminus bei Schweinefleisch

von , am
06.03.2015

Die Fleischexporteure der Europäischen Union haben im vergangenen Jahr trotz der Schwierigkeiten auf dem russischen Markt ebenso viel Ware in Drittländer verkaufen können wie 2013.

Nach vorläufigen Daten der EU-Kommission wurden insgesamt 5,17 Mio t Fleisch einschließlich Nebenerzeugnissen und lebender Tiere außerhalb der Gemeinschaftsgrenzen abgesetzt. Das waren gut 2.000 t mehr als im Vorjahr.
 
Einbußen mussten die Händler allerdings bei den Exporterlösen hinnehmen, die in der Summe mit 9,53 Mrd Euro das Vorjahresergebnis um 192 Mio Euro oder zwei Prozent verfehlten. Am stärksten machte sich 2014 die Importsperre Russlands beim Schweinefleisch bemerkbar. Die Lieferungen dorthin brachen gegenüber 2013 um 733.000 t oder mehr als 90 Prozent auf nur noch 70.425 t ein. Zwar konnte die EU-Exporteure spürbar mehr Ware nach Asien verkaufen, doch gingen die EU-Schweinefleischausfuhren unterm Strich um fast sechs Prozent auf 3,03 Mio. t zurück.
 

Flottes Geschäft für Rind- und Geflügelfleisch

Besser entwickelte sich nach den EU-Daten im vergangenen Jahr der EU-Absatz von Geflügelfleisch in Drittstaaten, der gegenüber 2013 um gut 78.000 t oder 5,5 Prozent auf erstmals mehr als 1,5 Mio t anstieg. Während die Russen gut ein Viertel und Saudi-Arabien rund ein Fünftel weniger Ware aus der Gemeinschaft bezogen, kauften einige afrikanische Länder und die Region Asien entsprechend mehr Geflügelfleisch in der EU. 
 
Über eine sehr lebhafte Nachfrage vom Weltmarkt konnten sich 2014 die Anbieter von EU-Rindfleisch freuen. Die entsprechende Ausfuhrmenge legte gegenüber dem Vorjahr um gut 108.000 t oder 24 Prozent auf 562.200 t zu, wobei sich vor allem die Geschäfte mit Hongkong dynamisch entwickelten. Der Rindfleischexport spülte den Händlern insgesamt gut 1,5 Mrd Euro in die Kassen. Das waren 18 Prozent mehr als 2013.
 
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