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dlz-Aktuell

Nur bei guten Mastleistungen auf Öko umstellen

von , am
27.01.2015

© Stracke
Um auf Dauer bei hohen Kosten rentabel zu wirtschaften sind neben guten Leistungen vertragliche Bindungen in der Mast von Öko-Schweinen unbedingt notwendig. Investitionen in der Öko-Schweinehaltung sollten Landwirte genau überlegen. [[mehr]] Trotz der zurzeit günstigen Fördermöglichkeiten im Öko-Bereich sollten Landwirte nur bei erwarteten Spitzenleistungen investieren, raten die Unternehmensberater Jan Hempler und Steffen Döring, LK Niedersachsen.

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2013/2014 war für Öko-Schweinehalter von steigenden Futterkosten und fallenden Schweinepreisen gekennzeichnet. Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 wurden in der Schweinemast Nettoerlöse von 3,12 ? je kg Schlachtgewicht erzielt. Sinkende Ferkelpreise konnten den gefallenen Mastschweinepreis nicht ausgleichen. Der Futtereinstandspreis stieg von 48,89 ?/dt im Vorjahr auf 49,86 ?/dt Mischfutter. Mit einer direktkostenfreien Leistung von 33,17 ? je Mastschwein bei einem Schlachtgewicht von 96,6 kg und einer durchschnittlichen Futterverwertung von 1:3,3 wurde somit das schlechteste Ergebnis der letzten vergangenen Jahre in der Wirtschaftlichkeit der Schweinemast erzielt.
 
In der Ferkelerzeugung hat sich die direktkostenfreie Leistung mit 677,69 ? je Sau bei 20 verkauften Ferkeln gegenüber dem Vorjahr um rund 243 ? verschlechtert. Sie liegt weit unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.
 

2015 scheint besser zu werden

Die aktuelle Marktsituation hat sich entspannt und sieht wesentlich erfreulicher aus. Schon im Frühsommer 2014 hat sich der Markt wieder belebt und Mastschweine fließen seitdem kontinuierlich ab. Mittlerweile werden Mastschweine wieder gesucht und es werden wieder Verträge abgeschlossen. Besonders gesucht wird Verbandsware. Hier scheint sich ein Trend zu mehr Sicherheit in der Vermarktung zu etablieren. Die Mastschweineerlöse sind im Schnitt auf 3,15 € je kg Schlachtgewicht angezogen und bewegen sich zurzeit in einem Korridor zwischen 3,05 und 3,30 €.
 
Weitere Preissteigerungen, die unbedingt nötig sind, wurden in Aussicht gestellt, so die beiden Berater. In den letzten zwei Jahren wurden Sauenbestände teilweise drastisch abgestockt. Das führt dazu, dass das Ferkelangebot inzwischen eher knapp ist.
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