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Ökolandbau: Backhaus erhöht Förderung

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von , am
15.10.2014

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Um ein klares politisches Signal für die Stabilisierung und die weitere Entwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern zu setzen, beabsichtigt Agrarminister Dr. Till Backhaus die Ökoförderung noch einmal anzuheben. [[mehr]]
 
Bisher sollten ab 2015 Neueinsteiger 210 statt 150 und Beibehalter 180 statt 150 Euro je Hektar erhalten. Nunmehr ist vorgesehen, die Fördersätze für Beibehalter auf 200 Euro je Hektar und für Neueinsteiger 260 Euro je Hektar für die ersten beiden Umstellungsjahre anzuheben. Die Förderung der Neueinsteiger werde dabei in den ersten beiden Jahren der Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise gewährt, da hier die größten Einkommenseinbußen hinsichtlich der Umstellungsphase zu verzeichnen sind.

Weniger Geld für andere Programme

"Klar dabei ist, dass diese Erhöhung nicht zu Lasten anderer Programme gehen wird. Vielmehr ist die vollständige Nutzung der für den Ökolandbau zur Verfügung stehenden Mittel geplant. Einen entsprechenden Änderungsvorschlag werde ich daher in das laufende Genehmigungsverfahren zum EPLR einbringen und hoffe, dass sowohl die Wirtschafts- und Sozialpartner als auch die Europäische Kommission zustimmen werden", betonte Dr. Backhaus.
 
Bedeutend sei auch, dass in der neuen Förderperiode es über die Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise hinaus Kombinationsmöglichkeiten zu anderen Agrarumweltprogrammen geben wird.
 

Ökofläche sinkt

Grund für die höhere Förderung ist, dass die Fläche in Mecklenburg-Vorpommern sinkt.
Betrug für Mecklenburg-Vorpommern in 2012 der Flächenzuwachs noch 2.500 ha und in  2013 rund 250 ha, seien im ersten Halbjahr 2014 wie auch in anderen Bundesländern Rückumstellungen festzustellen. In Mecklenburg-Vorpommern nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche zum Stichtag 31.08.2014 um rund 5.000 ha gegenüber dem Vorjahr ab.
 
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