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Ökolandbau: Schmidt muss mehr Gas geben

von , am
19.05.2015

Naturland begrüßt die geplante „Zukunftsstrategie Öko-Landbau“ der Bundesregierung als eine lange überfällige Initiative, die nun auch mit dem notwendigen Nachdruck vorangetrieben werden müsse.

Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender Naturland. © Christoph Assmann/Naturland
"Es ist gut, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mit dieser Zukunftsstrategie das bereits vor Jahren formulierte Ziel der Bundesregierung von mindestens 20 Prozent Öko-Landbau nun endlich ernsthaft aufgreift", sagte der Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester. "Es braucht aber eine klare Festlegung, bis wann dieses Ziel erreicht werden soll. Nur so bekommt die Strategie eine Verbindlichkeit, die über das Ende dieser Legislaturperiode hinaus trägt", unterstrich Hohenester.
 

Erst 2017 soll Plan stehen

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hatte den Startschuss für seine „Zukunftsstrategie für den ökologischen Landbau” gegeben, die er auf der BioFach 2015 angekündigt hatte. Bis Ende 2016 sollen nun gemeinsam mit der Öko-Branche Handlungskonzepte für ausgewählte Bereiche entwickelt werden. Die Vorstellung der Gesamtstrategie sowie des Fahrplans für die Umsetzung ist dann für das erste Quartal 2017 vorgesehen.
Hohenester hält den Weg für richtig, kritisiert aber den Zeitplan als zu wenig ambitioniert. "Wir müssen nicht zwei Jahre lang diskutieren und analysieren, um dann endlich einen Gesamtplan vorzulegen, der anschließend im Bundestagswahlkampf untergeht", sagte Hohenester. Ein Jahr konzentriertes Arbeiten sollte genügen, dann muss die Umsetzung beginnen, fordert Hohenester. 
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