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Österreich: AGES testet Maisalternative

von , am
16.09.2014

Die AGES testet die Durchwachsene Silphie als Alternative zu Mais. © AGES
Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) versucht mit der Durchwachsenen Silphie eine neue Pflanze als Alternative zum Mais als zu etablieren.[[mehr]] In Deutschland wird sie von einzelnen Landwirtschaftsbetrieben bereits als Futter- und Silagepflanze angebaut.

Die AGES untersucht die aus Nordamerika stammende Wildpflanze derzeit auf einem Forschungsfeld in Niederösterreich. Die ausdauernde, hochwüchsige, gelbblühende Silphium-Pflanze weist ein hohes Biomasseertragspotential auf und führt zusätzlich zu positiven ökologischen Auswirkungen (Erosionsschutz, Grundwasserschutz, Reduktion von CO2 Emissionen, Förderung der Biodiversität). Damit soll unter anderem dem Maiswurzelbohrer die Nahrungsquelle genommen werden. Die Wildpflanze aus Nordamerika liefert laut AGES ähnlich hohe Erträge wie Mais und hat den wesentlichen Vorteil, dass sie dem Maiswurzelbohrer nicht schmeckt.

Noch hohe Erstanbaukosten

Der Reiz an der Pflanze ist, dass sie eine Dauerkultur ist und man nach dem Erstanbau keine Anbaukosten mehr hat sowie nach dem ersten Jahr auch kein Pflanzenschutz mehr nötig ist. Das ist wirtschaftlich interessant, allerdings sind laut AGES die Anbaukosten der Pflanze derzeit noch sehr hoch.

Ziel des bis 2017 laufenden Forschungsprojektes ist es daher, das Ertragspotential der Pflanze auszuloten und sie für einen Saatguthersteller attraktiv zu machen, um somit die Kosten zu reduzieren und die Pflanze für die Landwirte rentabel zu machen.
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