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Österreich: Bauern verdienen zum dritten Mal weniger

von , am
17.12.2014

Trotz gestiegener Erntemengen und höherer Milchproduktion werden Österreichs Landwirte beim Einkommen heuer ein reales Minus von 2,4 Prozent gegenüber 2013 je Arbeitskraft erleiden.

© landpixel
Schon 2013 war es zu einem Rückgang um 10,4 Prozent gekommen. Von 2011 auf 2012 waren die Einkommen um 5,2 Prozent gefallen. [[mehr]] Hauptgründe für den neuerlichen Rückgang sind laut der Statistikbehörde Preiseinbußen in der pflanzlichen Erzeugung sowie für Schweine und Rinder, witterungsbedingte Ertragsausfälle im Weinbau und geringere Agrarförderungen.
 
Den vorläufigen Berechnungen zufolge erzeugte die österreichische Landwirtschaft im Jahr 2014 Güter und Dienstleistungen im Wert von rund 7 Mrd. Euro (-0,5 Prozent gegenüber 2013). Dem Volumen nach nahm die landwirtschaftliche Produktion 2014 zu. Die Erntemengen fielen bei einer Reihe von Kulturen deutlich höher aus als 2013. Die Erzeugerpreise gaben im Pflanzenbau zum Teil deutlich nach. Beim Getreide waren vor allem der Körnermais und Futtergetreide von Preisrückgängen betroffen. Wertmäßig fiel die pflanzliche Produktion damit trotz überdurchschnittlicher Erntemengen um 0,8 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

Wertmäßiger Rückgang bei der Tierproduktion

Der Wert der tierischen Erzeugung ging ebenfalls leicht zurück (-0,8 Prozent). Preisbedingte Einbußen bei Schweinen und Rindern standen einem Anstieg des Produktionswerts von Milch gegenüber. Die Produktionskosten leicht gefallen. Die Aufwendungen der Landwirtschaft für Vorleistungen sanken heuer den ersten Schätzungen zufolge um knapp zwei Prozent. Dabei kamen insbesondere die gesunkenen Futtermittelpreise zum Tragen.
 
Auch Düngemittel und Treibstoffe waren billiger als im Vorjahr. Weiter gestiegen sind hingegen die Abschreibungen für das Anlagevermögen (+2,5 Prozent). Die im Rahmen der Einkommensberechnung berücksichtigten Förderungszahlungen nahmen gegenüber 2013 um 5,4 Prozent ab. Sie machten rund 68 Prozent des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens aus. 
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