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Österreich: IBR auch nach Deutschland verschleppt

von , am
24.03.2015

Im Zuge von Veterinäruntersuchungen bei Exportrindern nach Algerien wurde Ende Jänner die Rinderseuche IBR/IPV (BHV1) in einem Tiroler Handelsstall festgestellt.

Aufgrund der unmittelbar eingeleiteten epidemiologischen Erhebungen ist davon auszugehen, dass der Erreger bereits im Dezember 2014 in den betreffenden Bestand eingeschleppt wurde. Weiterführende Erhebungen und Untersuchungen ergaben, dass sich der Erreger in Folge intensiver Tierbewegungen unter Beteiligung weiterer Viehhändler und eines Viehmarktes auch in Betriebe in anderen österreichischen Bundesländern sowie in den Nachbarstaaten Deutschland und Schweiz sowie im Export-Drittland verbreitet hat.
 
Die österreichischen Veterinärbehörden haben über 7.700 Rindern, die mit dem Tiroler Ausgangsherd in Verbindung stehen, beprobt. Demnach sind 27 österreichische rinderhaltende Betriebe sind von der IBR/IPV-Infektion betroffen, 256 Tiere positiv Rinder wurden bisher gefunden. 700 Testergebnisse stehen noch aus.
 
Von den insgesamt 609 untersuchten Betrieben befinden sich drei betroffene Höfe in Vorarlberg, 18 in Tirol, einer in Oberösterreich und fünf in Niederösterreich berichtete die Österreichische Agentur für Gesundheit Ernährungssicherheit GmbH (AGES.)
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