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Omira sieht sich gut gerüstet für 2015

von , am
19.06.2015

Die Molkerei Omira hat nach ihrer Restrukturierung ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation stabilisiert.

Der Omira-Umsatz ist 2016 gesunken, der Gewinn aber gestiegen.
Die für 2014 gesetzten Ziele wurden nach Omira-Angaben erreicht. Die Molkerei Omira sieht sich gut gerüstet für das "herausfordernde Milchjahr 2015". Das machten der Aufsichtsratvorsitzende Erich Härle und Geschäftsführer Ralph Wonnemann auf der Generalversammlung deutlich.
 
In den ersten vier Monaten 2015 zeige Omira trotz der schwachen Marktentwicklung eine positive Ergebnisentwicklung. Die Gruppe habe ein "voll erwirtschaftetes Milchgeld ausgezahlt, das erneut über dem Durchschnitt in Deutschland lag, und erneut umfangreiche Rückstellungen dotiert". Das solle auch für das Gesamtjahr gelten. Für Mai hat Omira den Milchpreis um drei Cent/kg abgesenkt, wie aus dem dlz-Milchpreistrend hervorgeht.

Eigenkapital erhöht

Die Omira-Gruppe konnte das Jahr 2014 bei rund 609 Mio. Euro Umsatz mit einem positiven Ergebnis von 3,3 Mio. Euro abschließen. Die Finanzverbindlichkeiten wurden auf 2,9 Mio. Euro weiter verringert. Gleichzeitig hat die Molkerei ihr Eigenkapital erneut erhöht. Es stieg von 41,5 Mio. Euro auf 48,8 Mio. Euro.
 
Die Gesamteigenmilchanlieferung verringerte sich um 8,3 Prozent auf 937 Mio. kg. Der Rückgang der Milchmenge ist die Folge der Kündigungen von Milchlieferverträgen im Jahr 2012 und davor. Zudem hatte Omira Mitte 2014 die Verarbeitung von Bio-Milch eingestellt.
Mit einer vorsichtigen Geschäftspolitik und Milchgeld-Nachzahlungen zahlte die Molkerei nach eigenen Angaben 39,79 Cent pro kg Milch (bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß) an ihre Lieferanten aus. Alle Milchlieferanten und Mitarbeiter erhalten erstmals den Geschäftsbericht 2014 zugesandt.  

 
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