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Optionen: Kein Grund für Preisschwankungen

von , am
11.12.2014

© Deutsche Bank
Der zunehmende Handel mit Optionen führt nicht zu erhöhten Preisschwankungen internationaler Agrarrohstoffpreise. Das haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) gemeinsam mit Agrarökonomen der Universitäten Göttingen und Kiel den Optionshandel auf landwirtschaftlichen Warenterminmärkten am Beispiel des MATIF-Körnermaismarktes festgestellt.
 
Die Wissenschaftler stellten fest, dass auf volatileren Agrarmärkten der Optionshandel zunehmend an Bedeutung gewinnt, da es Optionen gestatten, die einseitige Absicherung von Preisrisiken, zum Beispiel nur gegen fallende Preise, vorzunehmen. Befürchtungen, dass sich durch den Optionshandel die Volatilität der Agrarrohstoffpreise erhöht, bestätigen die Untersuchungen der Wissenschaftler nicht. Dies gilt zumindest für den europäischen MATIF-Körnermaismarkt.
 
 

Optionen bauen Ungleichgewichte ab

"Die vorliegenden Befunde zeigen einmal mehr, dass Warentermingeschäfte nicht für steigende Preisschwankungen auf Agrarmärkten verantwortlich sind," erläutert IAMO-Direktor Thomas Glauben. Forderungen nach einer stärkeren Regulierung landwirtschaftlicher Terminmärkte seien entsprechend nicht zu rechtfertigen. Im Gegenteil: Ähnlich wie andere Instrumente der Preisabsicherung könne der Optionshandel dazu beitragen, Marktfunktionen zu stärken, Marktungleichgewichtige abzubauen und einer übermäßigen Preisvolatilität entgegenzuwirken. 
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