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Bestandsführung

In einer Liga mit Weizen und Raps

von , am
24.02.2015

In den letzten Ausgaben haben wir pflanzenbauliche Fakten zur Sojabohne unter die Lupe genommen. Jetzt müssen die Zahlen auf den Tisch: Ist der Anbau überhaupt wirtschaftlich? Wir haben für Sie gerechnet.

Neben dem Ertrag und der angestrebten Qualität ist die Vorfruchtwirkung von Sojabohnen nicht zu unterschätzen. Foto: Strotmann
Ob zur Verwendung als Lebensmittel oder zur Fütterung: Sojabohnen aus heimischer Erzeugung haben ein gutes Image. Viele Landwirte wünschen sich einen hochwertigen Eiweißträger ohne Gentechnik in ihren Futterrationen. Im Ackerbau können Sojabohnen die Fruchtfolgen auflockern. Ab diesem Jahr kann die Kultur darüber hinaus im Rahmen des Greenings mit dem Faktor 0,7 auf ökologischen Vorrangflächen angerechnet werden. Dementsprechend wächst das Interesse an Sojabohnen. Doch wie lohnend ist der Anbau dieser Frucht?

Fünfjähriger Vergleich spricht für Soja

Die Sojaerzeugung erfordert nur einen mäßigen Aufwand an Produktionsmitteln. Vor allem lässt sich Stickstoffdünger einsparen. Ideal sind leicht erwärmbare Böden mit guter Struktur und einer hohen Wasserkapazität in Körnermaisregionen. Wegen der langsamen Jugendentwicklung von Soja ist es geboten, dem Unkrautmanagement besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Mit Sojabohnen lassen sich im fünfjährigen Mittel ähnlich hohe Deckungsbeiträge wie mit Winterraps, Körnermais oder Winterweizen erzielen. Druschfrüchten wie Gerste und Roggen sowie anderen Leguminosen ist Soja sogar deutlich überlegen.
Die Verhältnisse in einzelnen Jahren können sich vom mehrjährigen Durchschnitt aber stark unterscheiden. Im Jahr 2010 konnten sich die Sojabohnen aufgrund der Kombination aus niedrigen Naturalerträgen und weit unterdurchschnittlichen Erzeugerpreisen gegen die Konkurrenz anderer Mähdruschfrüchte nicht behaupten. Hier lagen Raps, Weizen und Mais dank hoher Weltmarktpreise bei lebhafter Nachfrage deutlich im Vorteil. ks
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2015 erschienen.
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