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Bestandsführung

Nichts liegen lassen

von , am
26.05.2015

Bis zu 3 dt/ha Rapssaat können auf dem Feld bleiben und ein großes Samenpotenzial im Boden bilden. Wir geben Tipps, wie Sie das Zusammenspiel von Sorte, Platzfestigkeit, Druschtermin und -technik optimieren.

Während die Wintergerstenernte in Deutschland besser als erwartet lief, befürchten die Bauern größere Ertragseinbußen bei Raps und Weizen. © agrarfoto
Mehr als 75 Prozent der gesamten Ackerfläche in Mecklenburg-Vorpommern sind mit Mähdruschfrüchten bestellt. Über die Hälfte davon sind Raps und Winterweizen. Dieser hohe Anteil führt im Juli und August zu einer enormen Arbeitsbelastung. Die Ernte der Mähdruschfrüchte und die Neuaussaat des Rapses sind in diesem kurzen Zeitraum gleichermaßen zu bewältigen.
Um Ertragseinbußen und Ausfallraps zu minimieren, sollte der Drusch so verlustarm wie möglich vonstattengehen. Ausschlaggebend ist, den optimalen Erntezeitpunkt abzupassen, was durch die typische asynchrone Abreife des Rapses erschwert wird. Abhängig von der Blühdauer ist der Reifezustand der Schoten dabei oft sehr unterschiedlich.
Bei einer verfrühten Ernte ist noch ein hoher Anteil grüner Schoten („Gummischoten“) mit unreifen Samen im Bestand zu finden. Das führt zu Verlusten während des Mähdruschs und zu Qualitätsbeeinträchtigungen.
Verspätete Ernten dagegen steigern die Gefahr des Aufplatzens von Schoten mit dem Resultat erhöhter Vorernteverluste. Im Allgemeinen weisen die derzeit gängigen Rapssorten zwar eine gute Schotenstabilität auf, aber die Verlusthöhe hängt nicht nur von der Sorte ab. Auch Stärke und Dauer mechanischer Kräfte wie Wind, Starkniederschläge, Hagel oder Erntemaschinen, die auf den erntereifen Bestand einwirken, sind ausschlaggebend. Des Weiteren kann eine ungünstige Witterung, wie die lang anhaltenden Niederschläge im Erntejahr 2011, die Ernte wegen staunasser Flächen zusätzlich verzögern. ks
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Juni 2015 erschienen.
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