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Düngung

Kraftwerk im Boden

von , am
26.01.2015

Knöllchenbakterien machen Luftstickstoff für Leguminosen pflanzenverfügbar. Doch ohne Impfung läuft bei der Sojabohne gar nichts, denn die nötigen Knöllchenbakterien kommen in unseren Böden nicht vor.

Soja ist einer der stärksten Eiweißträger. Wie alle Leguminosen geht die Pflanze eine Symbiose mit Bodenbakterien ein. © agrarfoto
Die Sojabohne gehört zur Familie der Leguminosen. Damit ist sie grundsätzlich dazu befähigt, Stickstoff aus der Luft zu binden. Voraussetzung dafür ist jedoch die Anwesenheit von Knöllchenbakterien: Die infizieren die jungen Wurzeln und gehen mit der Pflanze eine Symbiose ein. Dabei versorgt die Pflanze die Bakterien mit den Nährstoffen, die für ein rasches Knöllchenwachstum erforderlich sind. Im Gegenzug erhält die Pflanze den von den Knöllchen gebundenen Luftstickstoff und deckt damit bis zu 80 Prozent ihres Bedarfs.
Für die verschiedenen Leguminosen gibt es jeweils spezifische Arten von Knöllchenbakterien, die so genannten Rhizobien. Für die einheimischen Leguminosenarten sind ausreichend Rhizobien in unseren Böden vorhanden. Dagegen kommt die Art, die die Sojabohne infizieren kann (Bradyrhizobium japonicum), von Natur aus in den Böden Mitteleuropas nicht vor.
Diese Bodenbakterien müssen deshalb bei der Aussaat von Sojabohnen mit in den Boden gebracht werden. Dafür gibt es zwei gängige Verfahren:
  • Aufbringen der Rhizobien vor der Aussaat direkt auf das Saatgut oder
  • Impfen eines Mikrogranulats, das bei der Saat mit einem Mikrogranulatstreuer in die Saatreihe gedrillt wird. ks

 

    Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Februar 2015 erschienen.
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