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Pflanzenschutz

Bauern und Imker
in einem Boot

von , am
24.02.2015

Bienenschutz Imker und Ackerbauern müssen stärker zusammenarbeiten, damit die Welten von Pflanzen- und Bestäuberschutz zusammen passen.

Die Biene steckt ihren Rüssel hier tief in die Rapsblüte: Raps ist vielerorts die einzige Blütenstaub und Nektar liefernde Ackerkultur. © Foto: Eberhardt
Denn Landwirte und Imker sind aufeinander angewiesen. Aber sie müssen sich auch absprechen. Und sie müssen wissen, was im Schadensfall zu tun ist. Im Pflanzenschutzgesetz ist festgelegt, welches Prozedere einzuhalten ist, um Präparate zuzulassen, und welche Regeln beim Spritzen zu beachten sind. Alle Mittel haben eine Zulassung für bestimmte Anwendungen. Dieser Klassifizierung liegen umfangreiche Versuche zugrunde, die nach EU-Recht nur von zertifizierten Prüfstellen durchgeführt werden dürfen. Neben vielen Untersuchungen zur Wirksamkeit oder Verträglichkeit für Nützlinge werden dabei auch umfassende Prüfungen an Honigbienen durchgeführt. Auf Grundlage dieser Prüfungen legt die zulassende Behörde die Bienenschutzauflagen fest.
Vor allem bei Insektiziden ist die ausgebrachte Dosis für den Schädling meist tödlich. Sie führt aber bei Bienen noch nicht zu Schäden, die eine Klassifizierung als bienengefährlich rechtfertigen. Bei der Bewertung der Präparate wird auch die Frage gestellt, ob die Schäden an den Bienen als gering, also tolerabel, einzustufen sind, ob sie reversibel sind oder ob das Bienenvolk die Schäden durch vermehrten Brutansatz kompensieren kann.
Saatgutbeizen tragen die Auflage B3, da sie aufgrund der Anwendung im Boden nicht mit Bienen in Berührung kommen können. Hier ist aber darauf zu achten, dass beim Säen keine Stäube abdriften können und das Saatgut nicht auf der Erdoberfläche Bienen zugänglich sein kann. Hierzu wird der Staubsauger SweepAir für Maisdrillen vorgestellt. Zum Thema Neonicotinoide Beizen findet sich im dlz agrarmagazin März 2015 ein Interview mit Imkerpräsident Walter Haefeker. kb

Links zum Thema

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2015 erschienen.
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