Login
Pflanzenschutz

Damit nichts den Bach runter geht

von , am
26.11.2014

Abschwemmung und Abfluss von Oberflächen- oder Drainagewassser in hängigem Gelände bei Erosion oder Starkniederschlägen bringt Probleme auch beim Pflanzenschutz. Mögliche Risiken muss jeder Ackerbauer eingrenzen.

Bestände vor solcher Abschwemmung zu schützen, ist schwer. Die Folgen von Starkregen werden immer heftiger. © Foto: Bauer
Auch oberirirdische Kleingewässer werden längst überprüft. Bis 2018 soll geklärt werden, wie stark sie mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln und ihren Abbauprodukten, so genannten Metaboliten, belastet sind. Bestimmte Umweltqualitätsnormen (UQN) für „prioritäre“ Wirkstoffe und „relevante“ Metabolite oder Abbauprodukte dürfen nicht überschritten werden
Empfindliche Analytik spürt heute Stoffe auf, die im Nanobereich und darunter liegen. In etlichen Grundwassermessstellen werden dabei verschiedene Wirkstoffe und Abbauprodukte gefunden, manchmal auch mit Konzentrationen über dem zulässigen Grenzwert für Trinkwasser von 0,01 mg/l. Die Belastungen stammen sicher nicht nur aus dem Ackerbau.
Derzeit machen vor allem so genannte nicht relevante Metabolite den Wasserversorgern zunehmend Kopfschmerzen. Sie wirken nicht mehr pestizid wie die eigentlichen Präparate und sind so nach Expertenmeinung weder für Mensch oder Tier und Umwelt „richtig“ bedenklich. Darum gilt für sie auch nicht der Trinkwasser-Grenzwert. Aber ins Wasser gehören sie natürlich auch nicht.

Beim Pflanzenschutz sind Versickerung oder Abdrift mögliche Eintragspfade, weiter zählen Spritztechnik oder Düsenwahl, Lagerung, Punktquellen, Hofabläufen oder Drainage oder gar direkter Oberflächenabfluss. Für den wenig im Bewußtsein liegenden Wasserablauf, das so genannte Run-off, ist ein neues Bewertungssschema verfügbar, das im europäischen Projekt TOPPS (= Train Operators to Promote Practices & Sustainability) entwickelt wurde. In der aktuellen Ausgabe vom dlz agrarmagzin erfahren Sie, wie Sie Abschwemmung vermeiden. Die Möglichkeiten reichen von bewachsenen Pufferstreifen über optimale Bodenbearbeitung und angepasster Anbautechnik bis hin zum Extrem eigener Rückhaltesysteme.
kb
 
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2014 erschienen.
Auch interessant