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Pflanzenschutz

Schlüssel zum Anbauerfolg

von , am
26.03.2015

Serie Sojaanbau: Auch wenn die weitere Bestandesführung überschaubar ist, kann die chemische oder mechanische Unkrautbekämpfung zum Fallstrick werden. Wir geben einen Überblick, wie sich Spritzschäden vermeiden lassen und welche Mittel sich wann eignen.

Die Sojakeimlinge reagieren empfindlich auf Herbizide. Daher sollte man am besten im Vorauflauf behandeln. © agrarfoto
Eine erfolgreiche Unkrautkontrolle ist im Sojaanbau besonders wichtig. Die wärmeliebende Kultur entwickelt sich in ihrer Jugend zögerlich und reagiert in dieser kritischen Phase hoch empfindlich auf Unkrautkonkurrenz. Stark verunkrautete Flächen mussten aus diesem Grund schon häufiger gemulcht werden. Die Unkrautregulierung, egal ob mechanisch oder chemisch, ist für den Sojaanbau somit das A und O des ansonsten relativ einfachen Anbauverfahrens.

Vorauflauf im Fokus

Die Sojabohne wurde bis vor wenigen Jahren noch als Klein- oder Sonderkultur betrachtet. Die Verfügbarkeit von Herbiziden war noch relativ begrenzt. Die Eiweißinitiative hat dieses Thema aufgegriffen. Durch umfangreiche Versuche konnte der amtliche Pflanzenschutzdienst Genehmigungen weiterer Präparate für Soja erreichen. Inzwischen ist eine komfortable Mittelauswahl möglich.
Hinsichtlich der Kulturverträglichkeit ist streng zwischen den beiden Behandlungsperioden Vor- und Nachauflauf zu unterscheiden. Neben den reinen Gräsermitteln (Focus Ultra, Fusilade Max) lassen sich im Nachauflauf nur die Blattherbizide Basagran und Harmony SX einsetzen. Beide haben ein relativ begrenztes Wirkungsspektrum.
Aus diesem Grund ist im Sojaanbau eine Vorauflaufbehandlung mit breit wirksamen Bodenherbiziden unverzichtbar. Die Auswahl und Kombination der verfügbaren Bodenmittel hängt in erster Linie von der jeweiligen Standortverunkrautung ab. Dabei sind die Faktoren Boden und Witterungsverhältnisse sowie die angebaute Sorte zu berücksichtigen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Soja stellt hohe Ansprüche an die Unkrautbekämpfung. Eine Vorauflaufbehandlung ist unverzichtbar.
  • Bei der Mittelauswahl sind die Standortverunkrautung und die Kulturverträglichkeit zu beachten.
  • Die mechanische Unkrautregulierung erfordert eine hohe Bearbeitungsintensität.
  • Flächen mit sehr hohem Unkrautbesatz und schwer bekämpfbaren Disteln oder Winden scheiden für den Anbau aus. ks
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin April 2015 erschienen.
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