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Sorten

Hart oder Zahn - eine Typfrage

von , am
26.11.2014

Rabattschlachten am Saatgutmarkt: Derzeit touren die Saatgutverkäufer von Hof zu Hof. Noch bevor die offiziellen Versuchsergebnisse vorliegen, preisen sie ihre Sorten an. Informieren Sie sich vielseitig! Wir sagen, worauf es ankommt.

Hart- (links) oder Zahnmais? Dentsorten brauchen mehr Wärme zur sicheren Abreife. © Foto: Werkbild Euralis
Die Maiszüchter locken immer früher mit höchsten Nachlässen. Trotzdem sollte man sich für die Kaufentscheidung ausreichend Zeit nehmen, denn der eingeräumte Rabatt kann die Nachteile einer falschen Sortenwahl meist nicht ausgleichen. Die gewählte Sorte muss zum Standort, zur Nutzung und zum Betriebsablauf passen. Dabei sollten eigene Erfahrungen und jene von Betriebskollegen und natürlich unabhängige Versuchsergebnisse berücksichtigt werden.
Vor allem bei neuen Sorten ist es sinnvoll abzuwarten, bis die entsprechenden Informationen vorliegen. Neben dem Ertrag sind auch Abreife, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und ungünstige Standortfaktoren, wie Kälte oder Trockenheit, sowie die Standfestigkeit zu berücksichtigen. Die geplante Verwertung, sei es als Körner- oder Silomais oder zur Biogasnutzung, spielt eine wesentliche Rolle.

Die wichtigen Fakten auf einen Blick

  • Entscheidend ist die sichere Abreife der Maispflanzen.
  • Die Wahl der richtigen Reifegruppe ist dabei der Schlüssel. Damit lässt sich etwa auch eine verspätete Aussaat ausgleichen.
  • Hartmais reift auch bei kühlerem Klima sicher ab; Zahnmais eignet sich nur für Gunstlagen.
  • Fungizideinsatz lässt sich durch eine gezielte Wahl gesunder Sorten vermeiden. ks
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2014 erschienen.
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