Login
Sorten

Nicht nur für Gunstlagen

von , am
22.12.2014

Die Sojabohne wächst nur in klassischen Körnermaisregionen - das gilt längst nicht mehr. Die Züchter arbeiten an immer frühreiferen Sorten, die sich auch für weniger günstige Lagen eignen. Welche das sind, lesen Sie im ersten Teil unserer Serie.

Für optimale Bestandesdichte empfehlen sich Saatstärken von 55 (späte Sorten) bis 70 (frühe) Körner/m2. © landpixel
Die Anbaufläche von Sojabohnen in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. 2014 dürfte sie rund 9.500 ha erreicht haben. Der Anbauschwerpunkt liegt dabei in Bayern (4.336 ha) und Baden-Württemberg (2.831 ha). Auch wenn die Preise derzeit deutlich tiefer liegen als im Vorjahr, könnte die Anbaufläche auch 2015 weiter wachsen. Gründe dafür sind die ebenfalls rückläufigen Preise bei den Wettbewerbs-kulturen Mais, Getreide und Raps. Außerdem können Stickstoff sammelnde Pflanzen, zu denen auch die Sojabohne zählt, auf die ökologische Vorrangfläche angerechnet werden, mit einem Faktor von 0,7 ohne weitere Auflagen für den Anbau.
Für den Anbauerfolg bei Sojabohnen sind drei Dinge entscheidend:
  • die Wahl eines geeigneten Standorts mit ausreichendem Wärme- und Wasserangebot,
  • eine erfolgreiche Unkrautregulierung ,
  • die Wahl einer für den Standort geeigneten Sorte .

Wo es geht und wo nicht

Reicht die Wärme zwischen Mai und Mitte September für die Abreife aus, entscheidet die Wasserverfügbarkeit in den Monaten Juni bis August über die Höhe des Ertrags. Ausgehend davon lässt sich abschätzen, welche Ackerbaugebiete Deutschlands für den Anbau von Sojabohnen passen. Dabei zeigt sich, dass weite Gebiete Süd-, West- und Ostdeutschlands außerhalb der Mittelgebirge infrage kommen. Das bestätigt die Praxis. Die Wärmesummen reichen im Normalfall aber nur für den Anbau von mittelfrühen Sorten der Reifegruppe 000. Mittelspäte 00-Sorten kommen nur in den wärmsten Lagen Süddeutschlands entlang von Rhein, Main und Donau infrage. ks
Der vollständige Beitrag, Teil 1 der Sojaserie, ist im dlz agrarmagazin Januar 2015 erschienen.
Auch interessant