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Sorten

Sojasaatgut aus Deutschland

von , am
27.10.2014

Profi mit Ideen: Für Hermann Endres aus Gützingen in Unterfranken war klar: wenn Sojaanbau, dann um Saatgut zu erzeugen. Nach vier Jahren Erfahrung gehört er zu den Pionieren im Vermehrungsgeschäft.

Hermann Endres in einem Schlag der Sorte Silvia. Hier konnte er Anfang Oktober 45 dt/ha Saatware ernten. © Foto: Kiermeir
"Der Endres probiert wieder was Neues. Wenn’s nichts ist, hört er wieder auf." In Unterfranken ist Hermann Endres bekannt dafür, Dinge in die Hand zu nehmen und zu erproben. So auch vor vier Jahren, als die Idee mit der Sojabohne geboren wurde. Unterfranken schien geeignet, um die Eiweißfrucht voranzubringen: Sonne und Wärme gibt es ausreichend, nur der geringe Jahresniederschlag könnte Probleme bereiten.
Endres hat lange Erfahrung in der Saatgetreidevermehrung und ist Vorsitzender der bayerischen Saatguterzeuger. Für ihn war der Kurs damit klar: wenn Soja, dann als Vermehrung. „Das Saatgut für unsere Region kam von irgendwo, und konnte außerdem Spuren von Gentechnik enthalten.“ Für den 63-Jährigen passte das nicht zum Ziel einer regionalen Eiweißversorgung. Eine Einkommensnische ließ sich mit Sojavermehrung außerdem besetzen. Heute produziert der Betrieb auf rund 25 ha Basis- und Z-Saatgut für regionale Anbauer.

An den Anbau herantasten

An Erfahrung mit penibler Bestandesführung sollte es nicht scheitern, aber es fehlte schlicht das Wissen zu dieser in Deutschland neuen Leguminose. „Unser Berater Dr. Siedler vom Amt in Würzburg hat sich schon länger mit Soja beschäftigt. Davon konnten wir profitieren.“ Hintergrundwissen hatten sich Hermann Endres und sein Sohn und GbR-Partner Benedikt aus Beiträgen im Internet angelesen. 2010 wagten sie sich nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ an die Bohne. ks

Links zum Thema

Viele praktische Tipps zu Soja – von Sortenwahl und Bestandesführung bis hin zur Vermarktung: www.sojafoerderring.de
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin November 2014 erschienen.
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