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Der Aussteiger

von , am
26.05.2015

Bio boomt - in den Regalen, aber nicht auf heimischen Feldern. Immer mehr Anbauer setzen wieder auf konventionelle Wirtschaftsweise. Auch Karsten Schumeier hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Karsten Schumeier nutzt künftig wieder die Feldspritze: Im Mai ist seine Ökobindung ausgelaufen. © Foto: Homann
Die Öko-Fläche wächst in Deutschland nur gering. Während der Umsatz mit Bioprodukten seit 2011 jährlich um fünf bis neun Prozent zulegte, lag der Flächenzuwachs in den vergangenen vier Jahren nur noch bei ein bis drei Prozent. Derzeit werden in Deutschland rund 1 Mio. ha oder 6,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. Eine „Zukunftsstrategie“ des Bundeslandwirtschaftsminsterium will jetzt zwar zusätzliche Wachstumsimpulse schaffen. Doch konkrete Handlungskonzepte lassen auf sich warten.
Nach 13 Jahren Ökolandbau kehrt Landwirt Karsten Schumeier dieser Wirtschaftsform den Rücken. Der Preisverfall und zu geringe Fördersätze im Ökolandbau zwingen den Betriebsleiter dazu, seinen Betrieb „rückumzustellen“. Dabei galt Schumeier früher als Vorzeigelandwirt: Als konventionell wirtschaftender Berufskollege aus Niedersachsen brachte der 47-Jährige in Mecklenburg-Vorpommern einen 1.000-ha-Ökobetrieb auf Vordermann.
Er engagierte sich für die Ökowirtschaftsweise und zeigte sich offen gegenüber Neuem. Die betrieblichen, familiären und auch persönlichen Voraussetzungen waren optimal ausgerichtet. Aber fehlende Einkommensverbesserungen in den vergangenen Jahren, zunehmende Vermarktungsprobleme, zu geringe Preisaufschläge sowie zu niedrige Prämien führten als ökonomische Zwänge schließlich zum Entschluss: „Wir kehren zur konventionellen Landwirtschaft zurück“. kh/kb
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Juni 2015 erschienen.
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