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Eigenes Eiweißfutter aus dem Silo

von , am
23.06.2015

Protein- und energiereiche Bohnen, Erbsen oder Lupinen müssen nicht aufwendig getrocknet oder getoastet werden, um sie als Futter zu nutzen. Die feuchten Körner lassen sich ähnlich CCM auch einfach silieren.

Lupinenkörner lassen sich wie Bohnen oder Erbsen feucht silieren, etwa in Folienschläuchen. © Foto: Gefrom
Körnerleguminosen bieten hochwertiges Futter. Greening und Agrarumweltmaßnahmen fördern den Anbau. Bei betriebsinterner Verwertung ist der Wertschöpfungsgrad am höchsten. Als Alternative zum teuren Trocknen der Körner und zum Konservieren durch chemische Zusätze bietet milchsaures Silieren der feuchten Körner durchaus Vorteile. Eine Forschungsarbeit hat gärbiologische Grundlagen zur milchsäurebasierten Silierung für Körner großsamiger Leguminosen geprüft, um einheimische eiweißreiche Futtermittel zu bereiten. Um die Vergärbarkeit feuchter Leguminosenkörner einzuschätzen, wurden Ackerbohnen-, Erbsen- und Lupinenkörner verschiedener Sorten und Erntejahre bei 65 und 75 Prozent Trockenmasse (TM)-Gehalt geerntet und auf nutritive Inhaltsstoffe untersucht, etwa Rohprotein, -faser, -stärke und -zucker. Das Ergebnis: Feuchte Leguminosenkörner sind gut vergärbar.
Das Silieren ist trotz ungünstiger Siliereigenschaften auch bei hohen TM-Gehalten von 65 Prozent möglich. Die angeblich ungünstige Vergärbarkeit von Leguminosenkörnerschrot wird in Modellsilagen eindeutig widerlegt. Alle Schrotsilagen bringen gute Gärqualität mit Milchsäurebakterien. Leguminosenkörner lassen sich auch ohne Siliermittel milchsauer konservieren. Aber die Zugabe von Milchsäurebakterien erhöht die Sicherheit der Fermentation. Leistungsfähige Präparate bringen eine umfangreichere Ansäuerung. Zudem werden geringere Nebengärprodukte gebildet. Zehn Tipps für‘s Silieren, etwa in Folienschläuchen, finden Sie in der Juli-Ausgabe vom dlz agrarmagazin. kb
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Juli 2015 erschienen.
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