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Der Pott ist überzeichnet

von , am
04.05.2015

Mit großer Spannung wurden die Anmeldezahlen der ersten Registrierungsphase zur branchenübergreifenden Initiative Tierwohl erwartet. Jetzt ist es amtlich: Das Geld reicht nicht aus, der Pott ist überzeichnet. Über die Hälfte der Schweinehalter, die sich angemeldet haben, gehen leer aus.

© Werkbild
Insgesamt hatten sich 4.653 Landwirte registrieren lassen, darunter 2.961 Schweinemastbetriebe mit 10,1 Mio. Tieren, 704 Ferkelaufzuchtbetriebe mit 6,5 Mio. Tieren und 988 sauenhaltende Betriebe mit 8,9 Mio. Tieren.
Mit 2.142 schweinehaltenden Betrieben sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht mal die Hälfte der interessierten Betriebe zur Auditierung zugelassen. Statt rund 25,5 Mio. Tiere können nur 12.030.514 Schweine von Tierwohl-Maßnahmen profitieren.
Viele Schweinehalter sind allerdings bereits mit teilweise fünfstelligen Beträgen in Vorleistung gegangen sind. Die Landwirte haben gezeigt, dass sie Tierwohl auf der Agenda haben. Jetzt sei laut Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), die gesamte Wertschöpfungskette gefordert, allen teilnahmewilligen Tierhaltern die Beteiligung zu ermöglichen.
Die derzeit zugelassenen Betriebe teilen sich auf in 1.345 Schweinemastbetriebe mit 4.492.567 Tieren, 324 Ferkelaufzuchtbetriebe mit 2.822.322 Tieren und 473 sauenhaltende Betriebe mit 4.715.625 Tieren. Die zur Auditierung zugelassenen Landwirte wurden bereits informiert.
In Erstaudits wird nun überprüft, ob die Betriebe die ausgewählten Kriterien tatsächlich ab dem von den Landwirten angegebenen Datum umgesetzt haben – andernfalls gilt das Audit als nicht bestanden und Schweinehalter von der Warteliste rücken nach.
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