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Preisdruck durch Initiative Tierwohl?

von , am
09.10.2014

Für die Krise am Schweinemarkt sollen die Initiative Tierwohl beziehungsweise der Einzelhandel mitverantwortlich sein. Das schreibt der Verband der dänischen Schweineerzeuger (Danske Svineproducenter) in einer Marktanalyse.

© landpixel
Seit Jahresmitte sind die Notierungen für Schlachtschweine in Deutschland von über 1,75 Euro je kg Schlachtgewicht auf nur noch 1,40 Euro je kg Schlachtgewicht in der zweiten Oktoberwoche gesunken. Der dänische Fachverband hält es für denkbar, dass der deutsche Lebensmitteleinzelhandel sich bei den Schlachthöfen beziehungsweise den Erzeugern jetzt das Geld holt, dass er ab 2015 in den Fonds zur Finanzierung der Initiative Tierwohl einzahlen soll, damit der Einstieg für den Verbraucher möglichst preisneutral gestaltet werden kann.
 
Allerdings weist der Fachverband auch darauf hin, dass zwei weitere Faktoren den Markt belasten. Das ist zum einen das russische Einfuhrverbot für Schweinefleisch aus der Europäischen Union, das nach Einschätzung von Analysten jedoch nur etwa einen Preisverfall von etwa 10 Cent je kg erklären kann. Auffällig ist nach Darstellung des dänischen Verbandes zudem, dass der Abschwung der Preise erst mit gut einem halben Jahr Verzögerung nach dem Einfuhrverbot einsetzte. Als dritten Faktor benennt der Fachverband die niedrigeren Futterkosten.
 
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