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Remmel plant eigene Tierschutzstrategie

von , am
19.11.2014

Nordrhein-Westfalen will die Debatte um eine tiergerechtere Nutztierhaltung mit eigenen Positionen vorantreiben. Das kündigte der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel an.

© landpixel
Vor Agrarjournalisten in Düsseldorf berichtete Remmel, innerhalb seines Ministeriums würden die fachlichen Anforderungen an den Tierschutz, die von der Landesregierung erhoben werden sollen, gerade abgestimmt. Anfang 2015 soll das Konzept vorgestellt werden. Der grüne Agrarminister will mit dem Papier die Position des Landes in die Tierwohl-Initiative von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einbringen.
 
Ein noch nicht abschließend geklärter Vorschlag aus Düsseldorf könnte sein, eine dauerhafte Tierschutzkommission nach dem Vorbild der Trinkwasserkommission einzurichten. Die Trinkwasserkommission ist ein ehrenamtliches, nationales Fachgremium, das die Bundesregierung in Fragen der Trinkwasserhygiene berät. Dazu gibt die Kommission regelmäßig Empfehlungen heraus.
 
Ähnlich könnte eine Tierschutzkommission funktionieren. Remmel zufolge könnte das Expertengremium konkrete Bedingungen für alle Bereiche der Tierhaltung formulieren, die beispielsweise über einen Zeitraum von 20 Jahren anzustreben seien. Das gebe den Landwirten mehr Investitionssicherheit als die andauernde Diskussion über einzelne Kritikpunkte wie das Schwänzekupieren, den Antibiotikaeinsatz oder Zuchtziele.
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