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Rentenbank: Unerwartet hohe Nachfrage nach Krediten

von , am
24.07.2015

Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergab im ersten Halbjahr 2015 mehr Förderkredite als erwartet.

© Lehr
Trotz der schwächeren Entwicklung auf den Agrarmärkten konnte die Rentenbank ihr Fördergeschäft weiter ausbauen. "Die im zweiten Quartal steigenden Zinsen veranlassten unserer Einschätzung nach einige Endkrditnehmer, Finanzierungen vorzuziehen", erläuterte Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstandes der Rentenbank, die Entwicklung.
Laut Rentenbank hat das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten im ersten Halbjahr 2015 ein neues Allzeithoch erreicht. Mit 3,6 Mrd. Euro wurde der Wert des Vorjahreszeitraums um 15 Prozent übertroffen. In der Fördersparte "Landwirtschaft" stieg das Neugeschäft um 21 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro.

Gebäude-, Flächen- und Maschinenkäufe besonders gefragt

Vor allem begehrt waren Finanzierungen für Gebäude und Flächenkäufe. Während die hohe Kreditnachfrage für Flächenkäufe erwartungsgemäß auch den Preisanstieg auf dem Bodenmarkt widerspiegelt, überrascht der neuerliche Anstieg der Gebäude- und Maschinen-investitionen. 
Finanzierungen für Maschinen und Gebäude führten zu einem um 49 Prozent gestiegenen Neugeschäft von 400 Mio. Euro. In der Fördersparte "Ländliche Entwicklung", in der die Rentenbank insbesondere Investitionen in die kommunale Infrastruktur refinanziert, sorgte die stärkere Nachfrage der Landesförderinstitute für einen Anstieg des Neugeschäfts um 82 Prozent auf 900 Mio. Euro.

Erneuerbare Energien rückläufig

Im Bereich Erneuerbare Energien gingen, wie erwartet, die Finanzierungen für Windkraft, Biogas und Fotovoltaik weiter zurück. Die Rentenbank vergab für diese Zwecke 700 Mio. Euro, ein Drittel weniger als im ersten Halbjahr 2014. Bei den Windkraftfinanzierungen erwartet die Bank aber im weiteren Jahresverlauf eine Belebung.
 
Angesichts der schwächeren Agrarkonjunktur erwartet die Rentenbank für ihr Fördergeschäft insgesamt einen Rückgang im zweiten Halbjahr. "Auf das gesamte Jahr 2015 gesehen dürften wir allerdings das Vorjahresniveau wieder erreichen", so Horst Reinhardt.
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