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Rentenbank verfehlt Rekord knapp

von , am
27.04.2015

Der Vorstand der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, zeigte sich mit dem Jahresabschluss 2014 sehr zufrieden.

© Werkbild
"Im vergangenen Jahr erreichten wir mit 6,9 Mrd. Euro Neuzusagen bei unseren Programmkrediten fast den Förderrekord des Vorjahres", legte Horst Reinhardt, Vorstandssprecher der Rentenbank, klar. Im ersten Quartal 2015 lag das Neugeschäft bei den Programmkrediten mit 1,5 Mrd. Euro um 5,1 % über dem entsprechenden Vorjahresniveau.
 
Die Entwicklung auf den Agrarmärkten führte 2014 trotz niedriger Zinsen zu einer rückläufigen Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft. Als Folge sank die Nachfrage nach Programmkrediten der Rentenbank in den Fördersparten „Landwirtschaft“ und „Ländliche Entwicklung“. Dagegen stiegen die Neuzusagen in der Sparte „Erneuerbare Energien“. Mit insgesamt 6,9 Mrd. Euro erreichte die Rentenbank beim Neugeschäft mit ihren zinsgünstigen Programmkrediten fast das Rekordniveau des Vorjahres, das bei 7,2 Mrd. Euro lag.
 

Boom bei Windanlagen

Die Förderfinanzierungen der Rentenbank für Investitionen in erneuerbare Energien stiegen kräftig um 400 Mio. Euro auf 2,0 Mrd. Euro. Schwerpunkt in dieser Sparte war die Finanzierung von Windkraftanlagen mit einem Anstieg auf 1,4 Mrd. Euro gegenüber 0,8 Mrd. Euro in 2013. Darin sind Zusagen von 0,8 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro) im Förderprogramm „Bürger- und Bauernwindparks“ enthalten.
 
In der Fördersparte „Landwirtschaft“ finanziert sagte die Rentenbank 2014 mit 2,7 Mrd. Euro rund 100 Mio, Euro weniger zu. Davon entfielen 1,1 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Euro) auf Programmkredite zu besonders günstigen Konditionen, die unter anderem Junglandwirte in Anspruch nehmen. Für Gebäude, insbesondere Stallbauten, stellte die Bank mit 1,3 Mrd. Euro 200 Mio. Euro weniger bereit. Dafür wollten die Landwirte für Maschineninvestitionen 634,6 Mio. Euro Kredite, zehn Prozent mehr als 2013. Auch für  Flächenkäufe stellte die Rentenbank 625,1 Mio. Euro zur Verfügung, was knapp einem Plus von 54 Mio. Euro entsprach. 

Knapp 14 Mio. € für Förderzwecke

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung (HGB) erreichte im vergangenen Jahr 242,7 Mio. Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Verwaltungsaufwendungen im Zuge höherer aufsichtsrechtlicher Anforderungen aber auch auf den leicht gesunkenen Zinsüberschuss zurückzuführen.
 
Nach Risikovorsorge und Bewertung stieg der Jahresüberschuss 2014 um knapp vier Prozent auf 55 Mio. Euro. Den nach Dotierung der Rücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 13,8 Mio. Euro verwendet die Rentenbank ebenfalls für Förderzwecke. Er wird je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem Förderungsfonds zugeführt.
 
Insgesamt summierten sich die für Förderzwecke bereitgestellten Erträge der Bank (Förderdividende) 2014 auf 90,7 Mio. Euro. 2013 waren es noch 96,3 Mio. Euro.
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