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Rewe: Kein Fleisch unbetäubt kastrierter Schweine mehr

von , am
12.08.2015

Ab 2017 gibt es unter den Eigenmarken der Rewe Group kein Fleisch von unbetäubt kastrierten Schweinen mehr. Der DBV kritisiert die Ankündigung des Kölner Handelskonzerns.

Mit der Maßnahme will die Rewe Group ihre bisherigen Tierwohlaktivitäten erweitern. Der Handelskonzern teilte diese Entscheidung seinen Vertragslieferanten bereits mit.
 
Auf Unverständnis stößt diese Entscheidung beim Deutschen Bauernverband (DBV) . Der DBV hält es für sinnvoller, die Initiative Tierwohl stärker zu unterstützen, um die Standards in der Schweinehaltung zu verbessern. Der Kriterienkatalog der Initiative enthält bereits den Verzicht auf betäubungslose Katration. Durch mehr Einsatz für die Initiative Tierwohl würden Schweinehalter, die bereits erfolgreich alternative Möglichkeiten anwenden, gefördert.

Eberfleisch muss besser vermarktet werden

Seit Jahren weist der DBV Lebensmitteleinzelhändlern und Fleischverarbeitern darauf hin, dass eine wesentliche Voraussetzung für den Ausstieg aus der Kastration darin besteht, Vermarktungswege für Eberfleisch zu eröffnen. Doch bisher ist dies auch beim Lebensmittelhandel weitgehend auf taube Ohren gestoßen. Der Bauernverband vermutet Vermarktungsprobleme, weil der Verbraucher das Eberfleisch nicht ausreichend annimmt. Doch stelle sich trotzdem die Frage, warum der Lebensmitteleinzelhandel diese tierschutzgerechte Methode nicht durch Werbung und Information unterstütze, kritisierte der DBV.
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