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Rewe setzt auf GVO-freies Futter

von , am
18.05.2015

© landpixel
Der Lebensmittelhändler REWE strebt mehr Einfluss bei der Gestaltung von Futterrationen an. Es sei für die tierischen Produkte der Eigenmarken ganz klar das Ziel der REWE, gentechnisch veränderte Rohstoffe im Futter zu ersetzen, erklärte Dr. Ludger Breloh auf dem Futtermittelhandelstag in Burg Warberg, berichtet die ISN.
 
Die aus Übersee importierten Eiweißfuttermittel sollen für die Eigenmarken nach den Vorstellungen der REWE durch in Europa angebaute Rohstoffe ersetzt werden. Im Geflügelbereich scheint diese Forderung überwiegend umgesetzt, so dass nun der Druck auch im Schweinebereich merklich zunimmt. Breloh betonte, dass REWE nicht das einzige Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit diesen Plänen sei.

Nein zu höheren Standards zum Nulltarif

Scheinbar versuche der Lebensmittelhandel auch über strategische Partnerschaften mit den Schlachtunternehmen, den Einfluss auf die Art und Weise der landwirtschaftlichen Produktion zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund könne ebenfalls die Gründung der Tönnies-Livestock GmbH gesehen werden, meint die ISN. Aus deren Sicht sei es mehr als bedenklich, dass der LEH zunehmend die Spielregeln auf den Höfen bestimme, dabei jedoch die hohen zusätzlichen Kosten vergesse, die damit verbunden seien.
 
"Landwirte sollen immer höhere Standards einhalten, das alles aber bitte zum Nulltarif. So nicht!", warnt die ISN. Als mahnendes Beispiel gelte Großbritannien: "Hier hat der Handelskonzern Tesco bereits in den 90er Jahren mit überzogenen Forderungen die Tierhaltung quasi aus dem Land vertrieben." 
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