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Rücker will Kosten im Export sparen

von , am
15.04.2015

Gestern hat die Molkerei Rücker erstmals von Wilhelmshaven eine Containerladung Weißkäse nach Djidda (Saudi-Arabien) exportiert

© Werkbild
Die Verschiffung übernimmt die Containerschiff-Reederei Mærsk Line. Deutschlands größter Container-Tiefwasserhafen, der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, liegt nur rund 50 km entfernt vom Stammsitz der Molkerei Rücker in Aurich.
 
Bisher wickelte Rücker seine Übersee-Exportgeschäfte größtenteils über Bremerhaven und Hamburg ab. In Zukunft soll der Großteil der internationalen Verschiffung über Wilhelmshaven laufen. "Die Verschiffung unserer Exportware über den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven bietet uns einen logistischen Wettbewerbsvorteil aufgrund niedrigerer Transportkosten durch kurze Wege, gekühlter Einlagerung und direkter Containerverladung vor Ort sowie für einige Destinationen auch kürzerer Transitzeiten", erklärt Inhaber Klaus Rücker.
 
Entwickeln sich die Verhandlungen mit den Logistikdienstleistern wie geplant, will Rücker zukünftig nahezu sein gesamtes Übersee-Exportgeschäft, insbesondere in den Mittleren Osten und nach Asien, über Wilhelmshaven abwickeln. "Dafür wäre es von Vorteil, wenn aus Wilhelmshaven heraus in naher Zukunft noch mehr internationale Destinationen angesteuert werden könnten,“ erklärt Klaus Rücker. 
 

Steigender Exportanteil

Der Export ist seit den 1970er Jahren ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld der norddeutschen Molkerei und wird kontinuierlich ausgebaut: Rücker gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Weißkäseexporteuren in Europa, der Exportanteil ist seit Jahren steigend. Im vergangenen Jahr übernahm Rücker die Mehrheitsanteile des internationalen Handelshauses Quantum, um auch Exportmärkte außerhalb der EU mit insbesondere Weißkäseprodukten noch individueller und zielgerichteter betreuen zu können. Bereits wichtige Auslandsmärkte sind u. a. Italien, Spanien und Dänemark, insbesondere stehen aber auch die Übersee-Wachstumsmärkte wie der Mittlere Osten, Asien und Nordamerika im Aktivitätenfokus des international agierenden Familienunternehmens.
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