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Rukwied verlangt mehr Fairness

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von , am
16.01.2015

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"Wir Landwirte wollen und können unternehmerisch mit den Herausforderungen der Märkte umgehen. Auf eine veränderte Nachfrage stellen sich die Bauernfamilien ein, genauso auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen, wenn diese von Handel und Verbrauchern mitgetragen werden."[[mehr]] 
 
Mit diesem Bekenntnis unterstrich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der 80. Internationalen Grünen Woche die Bereitschaft der Landwirte, ihre Betriebe weiterzuentwickeln. "Wir sind offen für den Dialog und für Veränderungen. Die Bauernfamilien fordern aber nachdrücklich auch ein, dass die politischen und medialen Debatten über Landwirtschaft und Ernährung mit Fairness, Offenheit und mehr Sinn für die Realität geführt werden", betonte der Bauernpräsident.
 
 

Politik muss realistisch bleiben

Auch von der Politik forderte Rukwied mehr Realitätssinn. "Zusätzliche nationale Regulierungen und Alleingänge in der Tierhaltung, im Umweltrecht, in der Düngeverordnung und beim Mindestlohn drohen für viele Betriebe zu untragbaren Belastungen zu werden." So müsse man als bittere Erkenntnis der vergangenen Jahre festhalten, dass dies zu Strukturwandel und zum Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen gerade in kleineren Betrieben geführt habe. "Ich bin besorgt, dass Landwirte immer weiter in den Schraubstock zwischen den Realitäten der Märkte und den Vorgaben der Politik geraten. Deshalb müssen wir den notwendigen Freiraum für unternehmerische Entscheidungen und für eine Weiterentwicklung erhalten." 
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