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Russen verlängern Importstopp

© landpixel
von , am
29.06.2015

Die Hoffnungen vieler Schweine- und Milchviehhalter, dass der russische Importstopp ab Jahresmitte eine Ende haben könnte, sind zerstört.

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Die EU und auch Russland haben ihre Wirtschaftssanktionen verlängert. Die EU hat am Dienstag offiziell die Verlängerung ihrer Sanktionen als Reaktion auf die illegale Annexion der Krim und Sewastopols bekannt gegeben. Die Wirtschaftssanktionen werden nun um zwölf Monate bis zum Juni 2016 bestehen bleiben, heißt es in der Erklärung.
 
Als Reaktion auf die Verlängerung des EU-Embargos für die Krim, hat Russland am Mittwoch bekanntgegeben seine Sanktionen gegen die EU ebenfalls ein weiteres Jahr fortzusetzen. 
 

Fast acht Prozent weniger Schweinefleisch importiert

Ein stockender Export der Schweinefleischexporte ist für die Entwicklung der Schweinepreise aktuell alles andere als ideal, stellt die ISN fest. Wie schon das Vorjahr ist auch 2015 vom russischen Importstopp für Schweinefleisch geprägt. Die weltweit größten Importeure führten insgesamt im ersten Quartal diesen Jahres 7,8 Prozent weniger Schweinefleisch ein als im Vorjahreszeitraum. Zu Buche schlägt Russland mit -57,1 Prozent, Japan -7,2 Prozent sowie China/ Honkong -4,7 Prozent. Vor allem 2012 und 2013 profitierte der Schweinemarkt in der zweiten Jahreshälfte vom florierenden Russlandexport, der den Markt zu Spitzenpreisen animierte. 
 
 

Hoffnungen auf China

Ein Lichtblick ist Südkorea mit einem Einfuhrplus von 30,1 Prozent bei Schweinefleisch. Positiv sind die Hinweise, dass der Importbedarf in China im laufenden Jahr steigen soll, denn aufgrund des Seuchengeschehens und der Abstockung kleinerer, chinesischer Sauenbestände wird mit einem Produktionsrückgang gerechnet, der durch Importe gedeckt werden müsse, meint die ISN. Hier sei dringend die deutsche Politik gefragt, nicht nur die formalen Voraussetzungen zu schaffen und weitere Exportmärkte mit Hochdruck kurzfristig zu erschließen.
 
Und die Konkurrenz schlafe nicht! Spanien konnte im ersten Quartal beispielsweise seinen Export um 16 Prozent ausbauen. Der Drittlandhandel legte sogar um 39 Prozent zu! 
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