Login
dlz-Aktuell

Sauenhalter trifft es am härtesten

von , am
13.11.2014

Ganz böse dran seien erneut die Halter von Sauen. Sie hätten die Umstellung auf die Gruppenhaltung noch nicht verkraftet und sähen sich bereits mit den nächsten Forderungen aus dem Tierschutzplan konfrontiert.[[mehr]] Quer durch alle Betriebszweige müssen die Landwirte aktuell enorme Schwierigkeiten bewältigen. Ursache dafür sind die niedrigen Preise, sagte Landvolkpräsident Werner Hilse im Vorstand des Verbandes in Hannover.
 
Als Alarmsignal wertet der Verband den heftigen Strukturwandel. Innerhalb von drei Jahren hat jeder dritte Sauenhalter diesen Betriebszweig aufgegeben. Von 3.600 Höfen mit Ferkelerzeugung in 2010 waren 2013 lediglich 2.600 über geblieben. Auch der Arbeitskreis Sauenhaltung im Landvolk Niedersachsen fürchtet, dass die Sauenhaltung sich aus bäuerlicher Hand verabschieden könnte, die Wachstumsschwelle tendiere bereits zu Größenordnungen von Höfen mit 500 Sauen.
 
Aktuell zur Preismisere haben wir eine Online-Umfrage gestartet, was die EU tun muss, damit die Agrarmärkte wieder auf die Beine kommen. Die aktuelle Umfrage finden Sie auf der rechten Seite. Fahren Sie mit den Cursor einfach nach unten. 
 
 
 

Marktentlastung nicht in Sicht

Auch auf dem Markt lasse die Prognosen keine Entlastung erkennen. Am Ferkelpreis fehlt bei einem Grundpreis von zuletzt 33 Euro fast die Hälfte gegenüber 60 Euro im Frühjahr. Die Schweinemäster konnten einen großen Teil ihrer Mindererlöse an die Ferkelerzeuger durchreichen, ihnen verschafften sinkende Futterpreise zudem mehr Luft als den Kollegen mit Sauen. Die Prognosen der Marktbeobachtung schätzen den Schweine- und Ferkelmarkt weiter sehr volatil ein, die Nachfrage der Verbraucher nach Schweinefleisch ist eher als rückläufig einzuschätzen.
 
 
Auch interessant