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Schädlinge setzen Raps zu

von , am
26.09.2014

Saatgutbehandlung mit Neonicotinoiden schützt den Keimling und bringt ökonomische Vorteile. © agrarpress
Bei der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) mehren sich Meldungen über ein regional starkes Auftreten von Rapserdflöhen und zum Teil bereits erhebliche Fraßschäden an Keim- und jungen Laubblättern in den Rapsbeständen. [[mehr]]
 
Der Rapserdfloh kann – sofern keine Resistenzen auftreten – durch eine Spritzapplikation bekämpft werden. Um diese gezielt durchführen zu können, ist es wichtig, Gelbfangschalen auf den neu angesäten Rapsflächen aufzustellen. Weiterhin sollten Landwirte die Rapsschläge mehrfach auf Fraß der Käfer an Keimblättern und ersten Laubblättern hin untersuchen, um Schäden durch zu starken Blattverlust zu verhindern. Sind aktuell mehr als zehn Prozent der Blattfläche der Rapspflanzen zerstört, ist eine Pyrethroidspritzung anzuraten, ggf. als Randbehandlung, da die Käfer vom Feldrand her einwandern.
 
 
 

Bei geringem Schaden Behandlung verschieben

Ist der Blattschaden geringer als zehn Prozent, sollten die Behandlungen verschoben werden, um auch die Larven der Erdflöhe zu erfassen. Diese richten den Hauptschaden an, treten aber erst ab Ende September auf. Werden mehr als 50 Rapserdflöhe je Gelbfangschale in einem Zeitraum von 3 Wochen ab 4-Blattstadium des Rapses gefunden, ist eine Behandlung mit einem gut wirksamen Pyrethroid erforderlich. Die Hinweise der regionalen Pflanzenschutzberatung sind zu beachten. 
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