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Schlachthöfe: Top Ten weiten Marktanteil aus

von , am
30.03.2015

Einige Schlachtunternehmen konnten investieren und wachsen, andere stecken weiter in der Konsolidierung. Die Interessensgemeinschaft der Schweinehalter Deutschland (ISN) hat Zahlen veröffentlicht.

Obwohl sich die Schlachtereien unterschiedlich entwickelten, änderte sich das Ranking  im abgelaufenen Kalenderjahr wenig. Der Marktanteil der drei Größten lag bei etwa 55 Prozent aller Schlachtungen.
Der Branchenprimus Tönnies setzte seinen Wachstumskurs fort. Das Unternehmen schlachtete 17 Mio. Schweine, 15,6 Mio. davon an den drei deutschen Standorten.
Vion brachte weniger Schweine an den Haken als im Jahr zuvor. Die Zahl sank um etwa 500.000 auf 9,1 Mio. Schweine. Unter anderem, weil die Standorte Lingen, Weimar und Minden geschlossen wurden.
Westfleisch präsentierte ein solides Jahresergebnis. Das genossenschaftliche Unternehmen schlachtete mit 7,65 Mio. Schweinen rund drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Platz vier umkämpft

Danish Crown liegt wie seit Jahren auf dem vierten Platz im Schlachthofranking der ISN. Der Vorsprung allerdings ist geschrumpft. Mit 2,6 Mio. wurden etwa fünf Prozent weniger geschlachtet als im Vorjahr. Eine erhebliche Ursache dafür dürfte die Preispolitik des niedersächsischen Unternehmens sein.
Die Firma Vogler mit den Standorten Bremen, Laatzen und Luckau legte deutlich zu. Die Schlachtzahlen sind laut Unternehmen um sieben Prozent auf 2,45 Mio. gestiegen.
Auf den Rängen sechs bis zehn gab es ebenfalls wenig Bewegung.
 
Insgesamt haben laut ISN die Top Ten-Schlachthöfe ihren Marktanteil 2014 auf kanpp 76 Prozent ausgeweitet. Die Gesamtübersicht finden Sie hier.

Herausforderungen im eigenen Land

Neben der großen Bedeutung der Exportförderung sieht der ISN-Martexperte Matthias Quaing auch in Deutschland Herausforderungen. Den stetig wachsenden gesellschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen müsse man gerecht werden, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel zu setzen. Diese Aufgabe könnne nur gelöst werden, wenn die gesamte Kette an einem Strang ziehe, mahnt Quaing.
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