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Schlechte Noten für die Landwirtschaft

von , am
15.09.2015

In einer Studie zur Nachhaltigkeit schneidet die deutsche Landwirtschaft schlecht ab. Insgesamt ist Deutschland aber eines der nachhaltigsten Länder der Welt.

© Fischer
Eine aktuelle internationale Studie der Bertelsmann-Stiftung vergleicht die 34 Mitgliedsländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Bundesrepublik schaffte es auf den sechsten Platz. 
 
In der Studie wurde untersucht, wie die Staaten die neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der UN erreichen. Die SDG lösen die Milleniumsentwicklungsziele ab, die die Vereinten Nationen sich für den Zeitraum von 2000 bis 2015 gesetzt hatten. 
 

"Landwirtschaft Und Ernährung" schneiden schlecht ab

Betrachtet wurden auch landwirtschaftsbezogene Aspekte. Beim Ziel "Landwirtschaft und Ernährung" landete Deutschland auf Platz 26 von 34. Die Autoren sehen im Einsatz von Stickstoff und Phosphor eine "ernste Bedrohung für die Nachhaltigkeit der deutschen Landwirtschaft".
Ein Stickstoff- und Phosphorüberschuss von zusammen 94 kg/ha der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche weise auf ein hohes Verschmutzungsrisiko für Boden, Wasser und Luft hin, heißt es in der Studie.
 
Insgesamt schaffte es Deutschland in der Studie bei zwölf der 34 Indikatoren unter die ersten zehn, aber nur zwei Mal unter die ersten fünf. Untersucht wurden unter anderem auch die UN-Ziele hinsichtlich Gesundheit, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Industrie und Innovation, Armut, Städte, Klima oder globale Partnerschaft.
 
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