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Schmidt: Chance für die Milchbauern

© Thomas Lother
von , am
30.03.2015

Nach 31 Jahren Mengenregulierung haben die Milcherzeuger die Entwicklung ihrer Produktionsmenge ohne staatliche Einflussnahme selbst in der Hand.

© Thomas Lother
Für Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist das Quotenende Teil der Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik hin zu einer verstärkten Marktorientierung. "Die Marktorientierung hat die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Agrar- und Ernährungswirtschaft gestärkt und wesentlich zu ihren Erfolgen auf internationalen Märkten beigetragen. Mit dem Auslaufen der Milchquoten erhalten auch die Milcherzeuger die Möglichkeit, Chancen und Potenziale der internationalen Märkte gezielt zu nutzen", sagte Schmidt.


Keine neue Mengensteuerung

Neue staatliche Eingriffe in das normale Marktgeschehen unterstützt die Bundesregierung nicht. "Aus meiner Sicht zeigt die aktuelle Entwicklung auf dem Milchmarkt, dass auch dort die Marktmechanismen funktionieren. Nicht die Superabgabe, sondern der Preis ist künftig das maßgebliche Korrektiv, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Warum soll das im Milchmarkt anders sein als in den anderen landwirtschaftlichen Produktbereichen?", sagte Schmidt. Im Falle außergewöhnlicher Marktkrisen greife das tragfähige Sicherheitsnetz der Gemeinsamen Marktorganisation.

Direktzahlungen wichtig

Die politischen Rahmenbedingungen zur Begleitung des Milchquotenausstiegs wurden im Zuge der jüngsten Agrarreform sinnvoll gesetzt. Für die Absicherung der Betriebe sind vor allem die Direktzahlungen von großer Bedeutung. Die Direktzahlungen sichern und stabilisieren das Einkommen der Milcherzeuger. "In Deutschland haben wir bei den Direktzahlungen durch die Gleichstellung von Acker-und Grünlandflächen sowie durch die Einführung einer Umverteilungsprämie zugunsten kleiner und mittlerer Betriebe mit Blick auf das Auslaufen der Milchquotenregelung bereits wichtige Schritte in die richtige Richtung gemacht", erklärte der Bundesminister.
 
Bei der Agrarreform haben wir die Entscheidung getroffen, die aus der Umschichtung der Direktzahlungen resultierenden Mittel in der ländlichen Entwicklung gezielt für landwirtschaftliche Maßnahmen zu verwenden, zum Beispiel für Grünlandstandorte, flächenbezogene Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ökolandbau, Stärkung besonders tiergerechter Haltungsverfahren oder für die Ausgleichszulage in Berggebieten und anderen natürlich benachteiligten Gebieten. Über die konkrete Verwendung der Mittel entscheiden die Bundesländer. 
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