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Schmidt macht sich für Importe von GVO-freiem Soja stark

© Thomas Lother
von , am
18.08.2015

Auf seiner Südamerika-Reise sieht Bundesagrarminister Christian Schmidt gute Chancen, mehr GVO-freies Soja aus Südamerika, speziell Uruguay, zu importieren.

© Thomas Lother
Bei seine Auftaktbesuch in Uruguay betonte Bundesagrarminister Christian Schmidt: "Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland lehnen mehrheitlich gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Soja ist für Uruguay ein Exportschlager und für unsere Landwirte ein ideales Futtermittel in der Tierzucht." 
 
Die Nachfrage nach GVO-freien Futtermitteln in Deutschland wachse. Ihm sei wichtig, dass den Landwirten und Erzeugern in Deutschland ausreichend gentechnikfreie Sojaprodukte zur Verfügung stehen. In Südamerika liegen dabei die wichtigsten Anbauregionen weltweit. Dieser Markt könne auch aus Uruguay – vor dem Hintergrund des momentan ausschließlichen Anbaus von Herbizid toleranter gentechnisch veränderter Soja - in Zukunft bedient werden und sei eine Zukunftschance für Sojaproduzenten, die auf Gentechnik im Sojaanbau verzichten. "Von einer engen Zusammenarbeit profitieren unsere Länder, unsere Landwirtschaft und unsere Ernährungsindustrie gleichermaßen", ergänzt Schmidt.

Mehr Öko-Importe aus Argentinien

Bei deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen wird Schmidt in Brasilia die strategische Partnerschaft mit Brasilien weiter vertiefen. Letzte Station der Reise ist Argentinien. Bei dem geplanten Treffen mit dem argentinischen Agrarminister, Carlos Horcia Casamiquela sowie Vertreter wichtiger Unternehmen, Verbände und politscher Stiftungen geht es vor allem um Handelsfragen, Nachhaltigkeit, Ökolandbau.
 
Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, mit allen am Handel mit Öko-Produkten interessierten Drittländern, auch denen auf der Drittlandliste, Handelsabkommen auf der Grundlage der Gegenseitigkeit abzuschließen. Argentinien gehört bereits seit 1996, damals als eines der ersten Länder, zur sogenannten Drittlandliste der EU-Kommission, deren Produktions- und Kontrollstandards als gleichwertig mit denen der EU anerkannt worden sind. "Hochqualitative ökologisch erzeugte Produkte aus Drittländern sollen ungehindert nach Deutschland importiert werden können. Dafür wollen wir uns auch im Zuge der Revision der EU-Öko-Verordnung mit aller Kraft einsetzen", nennt Schmidt das Ziel seiner Südamerika-Reise.
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