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Schweine: Agrarminister fordern private Lagerhaltung

von , am
17.12.2014

© dotshock - fotolia.com
Copa-Cogeca unterstützt aktiv die Forderung Belgiens, Dänemarks, Irlands, Frankreichs, Ungarns, Polens und Rumäniens, die private Lagerhaltung für Schweinefleisch zu öffnen. Der Markt hat seit Monaten gelitten und die Preise haben einen historischen Tiefststand erreicht. Dennoch wurde nichts unternommen.
 
Die Schweinehalter und Genossenschaften haben den Eindruck, im Regen stehengelassen zu werden. Angesichts des Verlusts unseres wichtigsten Import-Export-Marktes für diese Erzeugnisse brauchen wir dringend Hilfe, um für die Erzeugnisse neue Absatzmärkte wie in den aufstrebenden Wirtschaften zu erschließen und sanitäre Hindernisse sowie andere unnötige Handelshemmnisse abzubauen. Es müssen auch Absatzförderungskampagnen eingerichtet werden“, so Albert Jan Maat im Namen Copa-Cogecas.

Milch: Interventionspreise müssen hoch

Copa-Cogeca begrüßte die heutigen Gespräche der EU-Landwirtschaftsminister über die Zukunft des Milchsektors und umriss Wege zur Entschärfung der Lage. Neue Zahlen von Eurostat bestätigen, dass die landwirtschaftlichen Einkommen dieses Jahr vor allem aufgrund der russischen Krise in Finnland um bis zu 23 % und in Litauen um bis zu 19 % gefallen sind. "Die Krisensituation zeigt, dass kurzfristig gezielte Aktionen für die am schwersten vom russischen Embargo getroffenen Länder von zentraler Bedeutung sind", sagte Maat während eines Treffens mit der italienischen Ratspräsidentschaft.
 
Es besteht auch Abwärtsdruck auf den Märkten in ganz Europa. "Das Preisniveau für die öffentliche Lagerhaltung deckt die Produktionskosten nicht. Dieses Niveau muss angehoben werden, damit es der Realität auf dem Markt entspricht. Die private Lagerhaltung für Käse sollte Ländern, die schwer durch das Embargo getroffenen wurden, weiter offenstehen, damit der Druck, der auf dem Markt lastet, abgebaut wird.  Wir müssen uns mit Wegen befassen, mit denen die extreme Volatilität auf dem Milchmarkt bewältigt werden kann, und die Entwicklung von Terminmärkten fördern. Auch Exportstützung ist von zentraler Bedeutung", ergänzt Maat.  

 


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