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Schweinefleisch: Gute Chancen in China

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von , am
07.08.2015

Der Trend der steigenden Direkt-Importe an Schweinefleisch in Richtung China setzt sich weiter fort.

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Jüngste Beschränkungen der Einfuhren aus Hongkong, um die heimischen Erzeuger vor Billigimporten und die Verbraucher vor schlechter Qualität zu schützen, stärken diesen Trend. Zum anderen erhalten auch mehr Lieferanten von der chinesischen Veterinärbehörde Direkteinfuhrlizenzen. Dies kann gut und gerne eine zusätzliche Wertschöpfung von 5 bis 7 Ct/kg vom Schwein ausmachen, berichtet die AMI-Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH.
 
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Chinas Hunger wächst

In der 1. Jahreshälfte 2015 führten die Chinesen insgesamt 702.000 t Schweinefleisch, Nebenprodukte und Innereien in China ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von drei Prozent, meldet die ISN. Bei frischem und gefrorenem Fleisch konnte erstmals Deutschland den Hauptlieferanten USA vom Platz 1 der wichtigsten Lieferanten verdrängen. Während deutsche Lieferanten die Verschiffungen verdoppelten, mussten US-Anbieter ein mengenmäßiges Minus von 31 Prozent verkraften.
 
Zum einen leiden die US-Eporteure unter dem niedrigen Euro gegenüber dem US-Dollar, zum anderen hatte Peking etliche US-Lieferanten wegen des unerlaubten Einsatzes und Nachweises des Wachstumshormons Ractopamin gesperrt. Nach dem Stopp der Exporte nach Russland ist China der volumenmäßig größte Auslandskunde für EU-Exporteure. Bislang kommt China auf einen Anteil von 32 Prozent an den EU-Gesamtexporten.
 
 
 

Chinesen mästen weniger Schweine

Bei den Nebenprodukten bleiben die USA noch der Hauptexporteur in Richtung China. Dicht danach folgen Dänemark, Deutschland und dann Spanien. Für das laufende Jahr dürfte der Einfuhrbedarf aufgrund einer vermutlich um fünf Prozent rückläufigen Erzeugung noch einmal deutlich steigen. Vorangegangen sind seuchenbedingte Produktionsausfälle der Sauenhaltung sowie unwirtschaftliche Bedingungen, die viele Kleinbauern im Reich der Mitte bewogen die Schweinehaltung einzustellen. 
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