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Schweinehalter fordern Ende der Ramschpreise

Netto prospekt billige Fleischpreise © isn
von , am
21.08.2015

Der Lebesmitteleinzelhandel stellt immer mehr Forderungen an Schweinehalter. Bezahlen will er aber nicht so gerne dafür. Dass aktuell Fleisch sogar verramscht werde, kritisiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).

© isn
Als Beispiele führt die ISN Netto und Real an.
Für die Netto-Fleischprodukte findet der gesamte Produktionsprozess von der Geburt bis zur Schlachtung in Deutschland statt. Anstatt diese Zusatzleistung zu honorieren "fällt den Verantwortlichen bei Netto nichts besseres ein, als zur Markteinführung die Preise für diese deutschen Qualitätsprodukte zeitgleich um elf bis 13 Prozent zu senken", so die ISN. Dies sei eine komplett verfehlte Preispolitik und ein Stück weit schizophren. Schweinehaltende Betriebe werden so in den Ruin getrieben.
 
Real wirbt in einem Prospekt für ihre Schweinefleischprodukte aus Deutschland und gibt auf sein Hackfleisch 50 Prozent Rabatt. 
Laut ISN werden durch das Verramschen der Produkte alle Versuche, den Mehrwert von deutschem Fleisch und den weiteren Qualitätskriterien für den Verbraucher herauszustellen, zunichte gemacht. Das sei der blanke Hohn.

ISN ruft zum Handeln auf

Daher fordert die ISN Landwirte und Verbraucher auf, sich direkt bei den Discountern zu beschweren.

Wer wie die ISN das aktuelle Verhalten von Netto nicht verstehen kann, sollte gerne mal direkt in der Filiale vor Ort, oder in der Zentrale unter Telefonnummer 0800 200 00 15 (gebührenfrei) oder per Mail an info@netto-online.de nachfragen!
 
Ebenso können Sie sich bei real,- beschweren, unter der E-Mail-Adresse: info@real.de. 

 

 

 

 
 
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