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Die Sieger stehen fest

von , am
18.10.2014

© Julia Davids/dlz
Über 280 Gäste erlebten bei der Nacht der Landwirtschaft die Preisverleihung an die Sieger der zehn Wettbewerbskategorien des CeresAward 2014. Die Gewinner kommen aus ganz Deutschland. Landwirt des Jahres ist Milchviehhalter Hauke Pein aus Appen in Schleswig-Holstein.[[mehr]]
 
Ob zwei oder über 500 Hektar ? die Möglichkeiten, mit Landwirtschaft etwas auf die Beine zu stellen, sind schier unerschöpflich. Das stellten am 15. Oktober 2014 die Finalistinnen und Finalisten des CERES AWARD ? Landwirt des Jahres in Berlin bei der Gala "Nacht der Landwirtschaft" unter Beweis.
 
 
Der Preis, initiiert und getragen vom Fachblatt dlz agrarmagazin, wurde in diesem Jahr erstmalig verliehen und zeichnet Persönlichkeiten aus, die als Landwirt bzw. Landwirtin erfolgreich sind und für die es im unternehmerischen Alltag selbstverständlich ist, Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt wahrzunehmen. Einhellig stellten Vertreter aus Politik, Verbänden und Unternehmen heraus, dass sie die Landwirtschaft als Zukunftsbranche sehen.
 
Bundesminister Christian Schmidt: "Die Bewerber haben mehr aus ihrem ohnehin schon spannenden Beruf gemacht."
 
Schirmherr Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverband: "Dieser Wettbewerb dokumentiert hervorragend die Vielfalt und die Bandbreite unserer Landwirtschaft, aber auch deren Entwicklungsfähigkeit und das Potenzial, das in bäuerlichen Familienunternehmen steckt."
 
Rainer Morgenstern, Sprecher der Geschäftsführung des Traktoren- und Mähdrescherherstellers Same Deutz-Fahr: "Die deutschen Landwirte repräsentieren eine der fortschrittlichsten, modernsten, innovativsten und nachhaltigsten Agrarbranchen weltweit. Sie sorgen mit viel Einsatz und Leidenschaft für hochwertige Lebensmittel und vorbildlichste Qualität bei Nahrungsmitteln - und spielen hierbei sogar eine globale Vorreiterrolle." Chefredakteur Detlef Steinert, dlz agrarmagazin, kündigte an, dass der CERES AWARD auch 2015 durchgeführt wird. Ab Mitte November können Interessierte über die Internetseite www.ceresaward.de oder per Mail an bewerbung@ceresaward.de Bewerbungsunterlagen anfordern. Ausgeschrieben wird der Preis in zwölf Kategorien.

>> Video-Interview mit Rainer Morgenstern, Sprecher der Geschäftsführung von Same Deutz-Fahr.

Die Sieger des CERES AWARD 2014


Landwirt des Jahres: Hauke Pein, Appen
Gleichzeitig Sieger in der Kategorie Milchviehhalter. Begründung der Jury: In seinem Kerngeschäft, der Milchviehhaltung, absolut top nutzt der Bewerber die Chancen vor seiner Haustür: Neben der Milcherzeugung auf höchstem Niveau die Bevölkerung mitzunehmen und über moderne Milchviehhaltung, gekoppelt mit Erlebnis- und Gastronomieangeboten aufzuklären. Das Preisgeld von 10.000 Euro soll genutzt werden, um ein Informationszentrum optimal als Klassenzimmer für Interessierte Gruppen auszustatten.
 

Die Sieger in den einzelnen Kategorien:

Ackerbauer: Maximilian Henne aus Göttingen.
Begründung der Jury: Der junge Landwirt verfolgt einen innovativen, pflanzenbaulich konsequenten Bewirtschaftungsansatz mit 100%iger Direktsaat. Das System „grün in grün“ gibt neue Impulse für den Ackerbau als langfristiges Low-Input-System mit permanentem Zwischenfruchtanbau. Was fundiert in der Praxis erprobt wird, wird teilweise wissenschaftlich begleitet.
 
Unternehmerin: Katharina Simon, Bernau.
Begründung der Jury: Eine Macherin, die durch Tatkraft und Kreativität in kurzer Zeit von Grund auf ihren Betrieb aufgebaut hat. Sie nutzt die Chancen einer Tourismusregion und verknüpft diese mit vielfältigen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppe auf, am und mit dem Hof.
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Energielandwirt: Mathias Klöffel, Großbardorf:
Er setzt erfolgreich Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie unter Einbeziehung anderer Landwirte, von Kommunen und Mitbürgern um. Dadurch trägt er zu hoher Akzeptanz der Erneuerbaren Energien vor Ort bei und ist ein modernes Beispiel für den genossenschaftlichen Gedanken.
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Junglandwirt: Heinrich Aue, Harsum.
Begründung der Jury: Ist mit einer Idee, die er an der zweijährigen Fachschule entwickelt hat, nach dem Abschluss durchgestartet. Organische Düngemittel nutzbringend für Tierhalter und Ackerbauern zu verwerten ist Kern seines Unternehmens, in dem der 28jährige heute über 14 Festangestellte beschäftigt. Er hat damit eine enorme Aufbauleistung in jungen Jahren bewältigt.
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Rinderhalter: Roland Zieher, Wittelshofen.
Begründung der Jury: Was andernorts als Last empfunden wird – Abläufe mit festgelegten Plänen zu dokumentieren – hat er als wichtige Managementhilfe kultiviert. Das sorgt für Arbeitseffizienz und gleichbleibend hohe Ergebnisse und Qualität.
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Manager: Jens Engelken, Haren.
Begründung der Jury: Er hat in wenigen Jahren mit risikobegrenztem Wachstum einen Betrieb von Grund auf umgekrempelt und ein breites Spektrum an Standbeinen entwickelt. Diese Breite ist Herausforderung und gleichzeitig Konzept, da sie für Risikobegrenzung sorgt.
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Biolandwirt: Stephanie Strotdrees, Harsewinkel.
Begründung der Jury: Trotz eines ausgeprägten ehrenamtlichen Engagements ist es gelungen, einen Zuerwerbsbetrieb kontinuierlich und erfolgreich zu einem Haupterwerbsbetrieb zu entwickeln, der mehrere Generationen, Auszubildende, Praktikanten und Angestellte ernährt.
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Geflügelhalter: Henner Schönecke, Neu Wulmstorf.
Begründung der Jury: Konsequent den Blick auf die Nachfrage gerichtet, versteht er sich als Landwirt und Lebensmittelhändler. Regionalität, Transparenz und Qualität sind die Eckpunkte, mit denen er mit einem Betriebszweig unter öffentlicher Beobachtung anstrebt, bester Anbieter der Region zu sein.
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Geschäftsidee: Hannes Koch, Wunstorf-Liethe.
Begründung der Jury: Auch hier wurde eine Idee aus der Fachschule, was erzeugt wird selbst zu vermarkten, in die Praxis umgesetzt. Der Kandidat geht über die klassische Direktvermarktung über Hofladen einen deutlichen Schritt hinaus und vermarktet dort, wo die Mehrheit der Verbraucher Kunden sind: In den Supermärkten des Lebensmittehandels.
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Fotos von der Preisverleihung sowie allen Finalistinnen und Finalisten gibt es ab dem 16. Oktober unter: www.ceresaward.de/downloads
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