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Spanien plant schnelle Hilfe für Milchviehhalter

von , am
04.09.2015

Spaniens Landwirtschaftsministerin Isabel Garcia Tejerina stellte in Not geratenen Milchviehhaltern eine einmalige Hilfszahlung in Aussicht.

© landpixel
Höfe, die derzeit nicht kostendeckend produzieren können, sollen einmalig 300 Euro je Kuh erhalten. Die Ministerin gehe davon aus, das landesweit 2.500 bis 3.000 Milchviehhalter diese Zahlung erhalten würden. Detaillierte Angaben zu der beabsichtigten Maßnahme machte sie nicht.
 
Eine Direktbeihilfe, wie sie von Spanien jetzt angestrebt wird, dürfte unter die Brüsseler "De Minimis"- Regel fallen. Demnach darf ein landwirtschaftlicher Betrieb in einem Drei-Jahres-Zeitraum insgesamt maximal 15.000 Euro an Staatsbeihilfen erhalten, ohne dass eine spezielle Genehmigung der EU-Kommission nötig ist. Die Milchviehhaltung ist in Spanien eher klein strukturiert. Laut Zahlen des Landwirtschaftsministeriums wurden zuletzt auf den gut 21.000 milcherzeugenden Betrieben im Land insgesamt etwa 867.900 Milchkühe gehalten, im Mittel pro Hof rund 40 Tiere, berichtet Agra-Europe.
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