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Steuererleichterungen beim Investieren

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von , am
28.09.2015

Landwirte, die im kommenden Jahr den Investitionsabzugsbetrag nutzen wollen, müssen nicht mehr das Investitinsgut exakt benennen.

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Diese Steuererleichteurng hat am vergangenen Freitag der Bundestag beschlossen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Erleichterungen beim Investitionsabzugsbetrag.
 
"Diese Änderungen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und können die Liquidität in den Betrieben verbessern", betonte DBV-Präsident Joachim Rukwied. Sie ermöglichen es Land- und Forstwirten vom nächsten Jahr an einen Teil der für künftige Anschaffungen vorgesehenen Investitionskosten steuermindernd geltend zu machen. Bisher verlangen die Finanzämter bei der Geltendmachung mindestens die Angabe der Funktion des zur Anschaffung vorgesehenen Wirtschaftsgutes und die Glaubhaftmachung der Investitionsabsicht.
 

Weiter Risikoausgleichsrücklage gefordert

"Die Wirkungen dieser Änderung entsprechen allerdings nicht ganz der vom Bauernverband seit langem geforderten Risikoausgleichsrücklage, bei der in Zeiten guter Erträge ein Teil der Gewinne ohne zeitliche Begrenzung steuermindernd zurückgelegt werden kann", erläutert Rukwied. Daher fordert der Bauernpräsident die Politik auf, über weitergehende Schritte hin zu einer steuerlichen Unterstützung des betrieblichen Risikomanagements in landwirtschaftlichen Betrieben nachzudenken.
 
Eine weitere Gewinnglättung wäre auch durch Verlängerung des zweijährigen Gewinnermittlungszeitraums (§ 4a EStG) zu erreichen. Der DBV erwartet von den Ländern, dass sie jetzt dem Steueränderungsgesetz im Bundesrat zügig zustimmen. 
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