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Superabgabe: Stundung als kluger Weg

von , am
05.03.2015

© landpixel
"Ratenzahlungen bei der Superabgabe für Milch können ein kluger Weg sein, um drohende Liquiditätsengpässe bei den Milchbauern abzuwenden", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, am Rande der gestrigen Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner. [[mehr]]
 
Brüssel plant die Superabgabe, für Molkereien zinslos auf drei Raten jeweils zum 1. Oktober 2015, 2016 und 2017 zu stunden 
Damit unterstützt der Bauernpräsident den Vorschlag der EU-Kommission, nach dem die Mitgliedstaaten den Milcherzeugern einen Zahlungsaufschub für die Superabgabe gewähren können. "Niedrige Milchpreise und hohe Betriebskosten, wenn gleichzeitig die Zahlung der Superabgabe ansteht, stellt das für viele Milchbauern eine enorme Belastung dar. Ratenzahlungen, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, können solche Liquiditätsengpässe auf den Betrieben verringern", so Rukwied. 
 
 

Wer finanziert die Stundung?

EU-Kommission und Bundesregierung müssten nun einen einfachen Weg finden, um den Vorschlag ohne Verzögerungen und bürokratische Hürden umzusetzen, fordert Rukwied. Die Bundesregierung sei am Zug, die aus Brüssel gegebenen Möglichkeiten umzusetzen. In Berlin ist man bisher allerdings nicht so begeistert über den EU-Vorschlag. Die Brüsseler Verwalter müssen gleichzeitig sicherstellen, dass Berlin dabei nicht vor zusätzlichen beihilferechtlichen Hürden und bürokratischen Komplikationen stehe. Zudem ist es derzeit noch offen, ob Molkereien oder Finanzminister Schäuble die Stundungsmöglichhkeiten zwischenfinanziert. 
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