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Ernte

Schneller trocken

von , am
24.02.2015

Fella bietet die Heckscheibenmähwerke SM 3060 TL und SM 3570 TL nun auch mit Zinkenaufbereiter an. Wir haben eine Vorserienmaschine des SM 3060 TL-KC exklusiv vor der Markteinführung getestet.

Der Fendt 820 Vario hatte für die beiden 3 m breiten Scheibenmähwerke mit Aufbereiter mehr als genug Motorleistung. Auf ebenen Flächen haben wir aber auch Schlepper mit 120 PS eingespannt. Hier sehen wir die unterste Leistungsgrenze. © Foto: Holzhammer
Neben den Schmetterlingskombinationen hatte Fella bisher nur das SM 310 TL-KC als mittig aufgehängtes Heckmähwerk mit Zinkenaufbereiter im Angebot. Wem der Schritt zum Schmetterling zu groß ist, 3 m Arbeitsbreite aber zu wenig sind, der kann ab dieser Saison auch das SM 3570 TL mit 3,5 m Arbeitsbreite und mit einem Zinkenaufbereiter ordern. Das kleinere SM 3060 TL erhält diese Option ebenso. Vom SM 310 TL-KC unterscheidet sich das SM 3060 TL-KC in der Transportstellung: Es klappt nicht nach oben, sondern nach hinten. Eine Vorserienmaschine des SM 3060 TL-KC konnten wir in der Saison 2014 zusammen mit einem SM 310 FP-KC auf rund 250 ha testen.
Der Mähbalken ist bei beiden Maschinen gleich: Sechs Mähteller schneiden auf 3 m Arbeitsbreite. Für Schwung sorgt ein Kompaktwinkelantrieb: Unter jedem Mähteller sitzt ein Winkelgetriebe, die sechs Getriebe werden von einer groß dimensionierten Sechskantwelle angetrieben. Fella zufolge ist mit diesem System die Kraftverteilung auf die Scheiben gleichmäßiger und der Verschleiß im Vergleich zum Stirnradantrieb geringer. Welle und Winkelgetriebe laufen wartungsfrei im Ölbad. Zudem sind sie rundum schallgedämmt. Der Unterschied ist hörbar. Die Mähwerke liefen sehr zur Freude unserer Tester ausgesprochen leise.
Wir kamen mit dem SM 3060 TL-KC gut zurecht. Der Schneidkreisdurchmesser der Mähteller fällt mit 614 mm groß aus. Die einzelnen Teller überlappen 134 mm und haben nach vorne 70 mm Überstand. Am Schnittbild gibt es dementsprechend nichts zu bemängeln. Auch bei langem, liegendem Futter und Arbeitsgeschwindigkeiten zwischen 8 und 15 km/h war der Schnitt sauber. Die Mähteller drehen paarweise zueinander, sodass am Aufbereiter ein gleichmäßiger Gutstrom ankommt. Dank des Zinkenaufbereiters trocknete das Gras unter allen Bedingungen schnell und gleichmäßig ab, beim ersten Schnitt im Mai sogar fast zu schnell. Bei bestem Wetter mussten wir das vormittags gemähte Gras bereits mittags schwaden, um nicht zu viel Feuchte zu verlieren. Die Folgeschnitte waren von Regenschauern geprägt. Mit dem Aufbereiter konnten wir aber dennoch ordentliche Silage produzieren. Überzeugt hat die geringe Verschmutzung des Grases trotz widriger Bedingungen.
Unsere Tester waren sehr zufrieden. Mähbalken und Aufbereiter lieferten bei nassem wie trockenem Gras ordentliche Arbeit. Das Gras lag gleichmäßig und locker und konnte schnell abtrocknen. Auf ebenen Flächen reichten 120 PS für die Mähwerke; in hügeligen Lagen kamen wir mit 160 PS besser voran. Die Verarbeitung war bis auf einige Vorserienmacken tadellos und die Wartungspunkte ließen sich gut erreichen. Einzig die vielen Ecken und Kanten störten bei der Reinigung. amh
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2014 erschienen.
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