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Traktoren

Würdiger Nachfolger

von , am
26.03.2015

Der Fendt 516 Vario beerbt den legendären Favorit 500 und ersetzt die beliebten 400 Varios. Wie er diese Herausforderung meistert, haben wir über mehrere Wochen hinweg überprüft. Unser Testurteil lesen Sie hier.

Mit entsprechender Front-balastierung kommt der Fendt Vario 516 auch mit einem 5-Schar-Pflug gut zurecht. © Foto: Fischer
Das Profil, das der legendäre Favorit 500 mit Lastschaltung 1999 hinterlassen hat, war groß. Zudem wurde mit der Markteinführung 2012 auch noch bekannt, dass der neue 500er die bis dato beliebte 4-Zylinder-Serie 400 Vario nach einer kurzen Übergangsphase ersetzen soll. Die Startbedingungen für die Baureihe waren damit nicht die einfachsten. Da muss der Schlepper schon mit überzeugenden Produkteigenschaften punkten: neues Design, weniger Zylinder (verglichen mit dem Favorit), ein Plus an Spritzigkeit, kombiniert mit den Idealen der Großtraktorenbaureihen wie Variotronic und Visio Plus-Kabine. Das Konzept scheint aufgegangen zu sein, wie die Statistik zu den beliebtesten Traktoren 2014 beweist (siehe Ausgabe 3/2014): Platz 5 für den Fendt 516 Vario. Hat der Schlepper damit wieder die Erwartungen erfüllt, die in ihn gesetzt wurden? Wir haben den 516er getestet, um uns von seinem wahren Können zu überzeugen. Kurz vorweg: in der Profiausstattung hat der Schlepper unsere Erwartungen bezüglich der technischen Ausstattung bei der Bewertung gleich erfüllt. Aber auf den ein oder anderen Kritikpunkt sind wir trotzdem gestoßen.

Kein Lückenfüller

Mit vier Modellen von 125 bis 165 PS, die es in je drei Ausstattungsvarianten gibt, ist die 500er-Serie auf dem Markt verfügbar. Wir haben uns den 516 Vario in Profiausstattung genauer angeschaut. Der 4-Zylinder-Motor mit 4,04 l Hubraum kommt wie bei den Großtraktorenbaureihen aus dem Kölner Hause Deutz. Gearbeitet wird bei Fendt mit der SCR-Technologie und damit einer AdBlue-Abgasreinigung, um die Anforderungen der Abgasnorm Stufe 3 b zu erfüllen. Zum Einsatz kommt das überarbeitete ML-90-Vario-Getriebe - eine gute Lösung, wie wir finden.

Mit mehr Durchblick

Kennzeichnend für die VisioPlus-Kabine ist die hochgezogene Frontscheibe, mit der man nun auf knapp 6 m² Glasfläche kommt. Vor allem bei Frontladerarbeiten kommen die Vorzüge der Scheibe voll zum Tragen. Die Sicht nach oben ist einmalig - ganz ohne zusätzliches Dachfenster.

Fazit

Auch wenn man den Eindruck gewinnen kann, dass der 500 Vario nicht 100-prozentig weiß, ob er ein kompakter 4-Zylinder sein oder sich doch eher an den Großtraktoren orientieren soll: Er ist auf dem besten Weg, sich seinen Weg zu einem Kultschlepper ähnlich dem Favorit 500 zu ebnen. Ob er dann allerdings in 25 Jahren auch zu den Marktpreisen der Legende gehandelt wird? Lassen wir uns überraschen. kf
 
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin April 2015 erschienen.
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