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Schwein

Eingeschlaucht

von , am
24.08.2015

Norbert Dyckers suchte nach einer Möglichkeit, das Futter für seine Mastschweine selbst einzulagern. Jetzt kommen Getreide und Körnermais in den Folienschlauch

 
Norbert Dyckers forschte nach einer Alternative zu Hochsilos. Die waren ihm zu teuer und unflexibel. Im Internet stieß er auf die Möglichkeit, Getreide und andere rieselfähige Futtermittel in Folienschläuchen gasdicht einzulagern. Der Schweinemäster schätzt die Hygiene sowie die hohe Flexibilität dieses Systems. Das Getreide war im Schnitt der vergangenen Jahre in der Ernte vom Preis her immer am günstigsten“, sagt Norbert Dyckers aus Lüttenglehn im Rhein-Kreis Neuss. Deshalb hat der 46-jährige Landwirt ein Ziel: Er möchte das Getreide für seine Schweine komplett für ein Jahr direkt in der Erntezeit einlagern. So hofft er, die Futterkosten zu senken. Bislang fehlte Norbert Dyckers dazu die nötige Kapazität, sodass er eigenes und zugekauftes Getreide für seine Mastschweine in örtlichen Lagerhäusern einlagerte.

Schnell entschlossen

Deshalb machte Norbert Dyckers sich im vergangenen Sommer auf die Suche nach Alternativen und stieß auf das Verfahren der gasdichten Getreidekonservierung im Folienschlauch. Kurze Zeit später - passend zur Ernte - hatte er rund 45.000 Euro investiert und sowohl den Schlauchbefüller als auch das Entnahmegerät standen bei ihm auf dem Hof. Insgesamt belaufen sich die Kosten (ohne Lohn) laut Nobert Dyckers auf 1 Euro pro 100 kg vom Ein- bis zum Auslagern - unabhängig von der Lagerzeit.
Den Landwirt haben vor allem zwei Dinge überzeugt. Da ist der hohe Hygienestandard: „Es werden immer neue Schläuche verwendet.“ Deshalb sind sie nach dem Gebrauch als Rohstoff für andere Produkte weiter verwertbar, sodass für ihn keine Entsorgungskosten anfallen. Außerdem sei man gerade zur Stoßzeit in der Ernte sehr flexibel. Da die Folie etwa zwei- bis dreimal so dick ist wie normale Silofolie, ist die Feldrandlagerung direkt auf Stoppeln möglich. „Meines Erachtens gibt es derzeit kein System, das schlagkräftiger ist“, sagt Norbert Dyckers. mh
Der vollständige Beitrag ist im dlz primus Schwein September 2015 erschienen.
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