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Schwein

An Eiweiß sparen

von , am
26.01.2015

Mit proteinabgesenkten Rationen für Schweine lassen sich ebenso gute Mastleistungen erzielen wie mit einem Standardfutter. Daneben können Stickstoffausscheidungen gesenkt und Kosten gespart werden.

Die Futteraufnahme der Mastschweine ist nach der Proteinabsenkung nicht gehemmt. © Foto: Grave
Ziel in der Schweinefütterung ist es, weniger Eiweiß zu verbrauchen und die Nutzung heimischer Proteinquellen zu erhöhen.
Daher sind in diesem Versuch einem üblichen Mastfutter (Kontrolle) zwei alternative Versuchsrationen gegenübergestellt worden (eine eiweißreduzierte Ration und eine Mastration auf Basis einer Nettoenergiebewertung).
Mast- und Schlachtleistungen sowie die Parameter der Fleischqualität sind in allen Fütterungsgruppen nahezu identisch. Eine finanzielle Bewertung dieses Versuchsansatzes fokussiert daher insbesondere die Futterkosten.
Diese fielen für die beiden eiweißreduzierten Versuchsrationen deutlich geringer aus als für das Standardfutter. Dies lässt den Schluss zu, dass sich mit der Anwendung alternativer, proteinabgesenkter Fütterungsstrategien die Erlöse bei gleichen Mast- und Schlachtleistungen um 2,60 bis 3,40 Euro pro Mastschwein steigern lassen.

Darüber hinaus führen die proteinabgesenkten Futter zu einer um 13 Prozent verminderten Stickstoffausscheidung. Sie haben ein hohes Potenzial, den Sojaschroteinsatz in der Mastschweinefütterung zu verringern.
ag
 
Der vollständige Beitrag ist im dlz primus Schwein Februar 2014 erschienen.
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